Ein sehr umstrittenes Gesicht fehlt unter den Spitzenkandidaten der UBP

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Die UBP geht bei der Kommunalwahl in allen 23 Wahlkreisen an den Start und stellt ein vierköpfiges Spitzenteam für Castrop-Rauxel vor. Ein sehr umstrittenes Gesicht fehlt in diesem Team.

Castrop-Rauxel

, 25.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Unabhängige Bürger Partei (UBP) Castrop-Rauxel geht mit bekanntem Personal in den anstehenden Kommunalwahlkampf. Spitzenkandidat für den Stadtrat ist erneut der inzwischen 40-jährige Thomas Schmidt, der schon seit 16 Jahren im Rat der Stadt sitzt und die UBP-Fraktion seit 10 Jahren anführt.

Auf Platz 2 der Reserveliste folgt der 27-jährige Demis Theodorakis, der seit fast zehn Jahren verschiedene Ausschüsse für die UBP besetzt.

Ein relativ neues Gesicht ist jetzt auch dabei

Auf Platz 3 steht die dreifache Mutter Britta Menne. Sie unterstützt die UBP seit Jahren „hinter den Kulissen“, möchte sich nun aber auch im Rat und in Ausschüssen einbringen. Ihre Fachbereiche sind laut UBP die Familien- und Sozialpolitik sowie der Bildungsbereich.

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Tim Garsztka soll schließlich als relativ neuer Mitstreiter frischen Wind in das Kandidatenteam der UBP bringen. Er will seine Kenntnisse in der Wirtschafts- und Finanzpolitik einbringen.

Das Viererteam bildet seit Juni 2020 auch bereits den neu gewählten Stadtverbands-Vorstand der UBP, Schmidt als Vorsitzender, der Altenpfleger Theodorakis als sein Stellvertreter, der 36-jährige Diplom-Kaufmann Garsztka ebenfalls als Stellvertreter und Britta Menne als Schriftführerin.

Gisela Schrank taucht bei Spitzenkandidaten nicht auf

Unter den Spitzenkandidaten nicht mehr vertreten ist die bisherige Ratsfrau der UBP, Gisela Schrank, die in den vergangenen Jahren immer wieder durch rechtspopulistische oder verschwörungstheoretische Aussagen aufgefallen ist. 2015 etwa hatte sie in der „Heute-Show“ Merkel, Schäuble und Gauck als „Hüter von Nazi-Gesetzen“ verunglimpft, wofür ihr anschließend im Stadtrat eine offizielle Missbilligung ausgesprochen worden war.

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Und 2019 hatte sie sich in Castrop-Rauxel noch öffentlich als Verfechterin der Chemtrails-Theorie hervorgetan, die in den Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel den Beleg einer zielgerichteten Vergiftung der Bevölkerung und Abschirmung der Sonne sieht.

Ziel ist es, feste Koalitionen im Rat zu verhindern

Thomas Schmidt freut sich dagegen, über die mit den Kandidaten gefundene „perfekte Mischung aus Erfahrung und neuen Ansätzen und Ideen.“

Ziel der UBP sei es, durch eine starke Fraktion „feste Koalitionen der anderen Fraktionen zu verhindern, so dass der Rat auch künftig mit wechselnden Mehrheiten arbeiten wird“, so Schmidt.

Laut Demis Theodorakis will man „eigene Ideen in den Rat einbringen, einen klaren Oppositionskurs fahren, wenn sich Dinge in die falsche Richtung entwickeln, aber gleichzeitig auch Initiativen unserer Mitbewerber unterstützen, wenn sie im Sinne der Stadt sind.“

Die UBP tritt in allen 23 Wahlkreisen mit Direktkandidaten an und steht somit im gesamten Stadtgebiet auf den Wahlzetteln.

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