Castrop-Rauxel kennt einen Ausweg: So umgeht der EUV ein mögliches „Ballonverbot“

hzGasballon-Wettbewerbe

Kinder lieben Luftballons - vor allem mit Helium gefüllte. Jetzt gibt es Umweltbedenken, manche Städte wollen Ballon-Aktionen verbannen. Und Castrop-Rauxel? Hier tut sich zweierlei.

Castrop-Rauxel

, 16.09.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im ostwestfälischen Gütersloh wird das Aufsteigen von Gas-Luftballons eingeschränkt: Betroffen sind alle städtischen Veranstaltungen, auch Kindergärten und Schulen.

Am Tag der offenen Tür beim EUV-Stadtbetrieb flogen sie zu Dutzenden vom Hof: Am Westring gab es eine Ballonaktion. Die angehängten Postkarten sollten soweit fliegen, wie es geht. Zum Spaß der Kinder - aber mit Umweltbedenken?

Niederlande gehen vorweg: Verbot wird üblicher

In den Niederlanden ist ein Verbot inzwischen üblich: 20 Prozent der Kommunen raten dort davon ab, Luftballons bei Feiern steigen zu lassen. Mehrere Parteien im Parlament wollen sich für Verbote einsetzen. Warum? Kritiker äußern sich besorgt über Schäden durch Ballonreste und Plastikmüll in der Nordsee.

Auf eine Anfrage unserer Redaktion antworten sowohl die Stadtpressestelle als auch der EUV: Nicole Fulgenzi sagt, die Stadtverwaltung verzichte „beim nächsten Familienfest im Oktober auf einen Luftballonwettbewerb“.

Beim nächsten Freibadfest „soll der Umweltaspekt beim Luftballonwettbewerb berücksichtigt werden“. Das Thema sei bei Regina Kleff, der zuständigen Beigeordneten für Soziales, in der Diskussion.

EUV setzte auf biologisch abbaubare Materialien

Und der EUV? Der hat laut Sprecherin Sabine Latterner vorgesorgt: Die Ballon-Wettbewerbe seien beliebt - und darum habe man sich dieses Jahr dazu entschieden, wieder einen zu veranstalten. „Um aber die Umwelt zu schonen, haben wir spezielle Materialien verwendet“, so Latterner: vollständig biologisch abbaubare Ballons mit Verschlüssen aus Pappe und Bändern aus Baumwolle.

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