SPD-Ortsverein gibt Geld für soziale Projekte statt für Kugelschreiber

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Die SPD Schwerin-Frohlinde-Dingen sagt: Statt im Wahlkampf in Kugelschreiber zu investieren, stecken wir unser Geld lieber in soziale Projekte vor Ort. Und das soll dabei realisiert werden.

Schwerin

, 19.08.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SPD-Ortsverein Schwerin-Frohlinde-Dingen hat sich schon Anfang 2020 und damit vor Corona entschieden, im Wahlkampf einen neuen Weg zu gehen.

Statt Geld etwa in Kugelschreiber und Schreibblöcke zu investieren, den so genannten Giveaways, wollen die Sozialdemokraten gezielt soziale Projekte in den Stadtteilen Schwerin, Frohlinde und Dingen fördern.

Die aktuellen Mandatsträger und Neubewerber um ein politisches Ehrenamt auf Stadt- und Kreisebene sind sich sicher, damit absolut Neuland zu betreten.

2000 Euro aus der privaten Wahlkamp-Schatulle

Katrin Lasser-Moryson, Sebastian John und Ann-Kathrin Bludau haben schon vor Wochen zum „Schwe-Froh-Di“-Preis ausgerufen und um Bewerbungen gebeten. Es geht um 2000 Euro aus ihrer Privatschatulle für den Wahlkampf. 500 Euro für jeweils ein soziales Projekt in den drei Stadtteilen waren ausgeschrieben. Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Und die Freude war groß, als die symbolischen Schecks am Dienstag (18.8.), im Café Zuhause am Neuroder Platz an die Nutznießer übergeben wurden.

Die Karnevalsgesellschaft (KG) Rote Funken möchte mit den 500 Euro ihren traditionellen Ausflug für Kinder finanzieren. „Wir wissen noch nicht, ob wir wegen Corona dieses Jahr fahren können, aber der Ausflug soll auf jeden Fall stattfinden“, sagt die Chefin der Roten Funken, Melanie Appel.

Ein neues Zuhause für Tiere auf der Ökoinsel

Die zweiten 500 Euro gehen an den Förderverein der Ökoinsel an der Westricher Straße in Frohlinde. Dort soll das Geld dafür verwandt werden, Meerschweinchen und Hasen eine neue Unterkunft zu bauen. Die alte sei in die Jahre gekommen, berichtet René Koch, der Vorsitzende des Fördervereins.

Dritte Spenden-Adresse ist der Heimat- und Kulturverein, der in der alten Turnhalle an der Westheide in Dingen eine Dauer-Ausstellung auf die Beine stellt. Und sich gerne auch zur Begegnungsstätte mausern will, wie der Vorsitzende Hans-Jürgen Dreyer erzählt. Dort soll übrigens auch eine Leseecke installiert werden. Dreyer bekam 40 Ordner von Heimatforscher Jakob Maas, dem Urgestein aus Ickern, vererbt.

Nähmaschine für den IBKF auf Schwerin

Vierter Verein schließlich ist der IBKF. Der Internationale Bildungs- und Kulturverein für Frauen mit seiner Chefin Ruziye Malkus will im neuen Domizil an der Bodelschwingher Straße wieder Mehrgenerationen-Nähen anbieten und braucht dafür noch Nähmaschinen. Katrin Lasser-Moryson sagt: „Wir freuen uns, dass wir helfen können, auch wenn wir nicht alle Bewerbungen berücksichtigen konnten.“

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