Sprayen für Integration

HABINGHORST Sie steht auf Street-Dance und Graffiti, die Generation Hip-Hop. Was liegt näher, als ein Projekt im Rahmen eines „Netzwerks für Integration und Toleranz“ für Jugendliche auf die Beine zu stellen, das beides verbindet?

von Von Julia Grunschel

, 07.12.2007, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während einer Hip-Hop-Jam im Christophorusheim zeigen die 25 Teilnehmer im Alter von zwölf bis 16 Jahren, was sie auf die Beine gestellt haben. Hip-Hop-Choreografien steuert die Truppe um Tanzlehrer und Trainer Fatmir Adzaj bei. Der 21-Jährige macht in Unna ähnliche Integrationsprojekte.„Über das Tanzen bringen wir Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. Sie lernen sich besser kennen, arbeiten zusammen und gestalten ihre Freizeit gemeinsam“, erklärt der gebürtige Mazedonier, der in Deutschland aufgewachsen ist, und fügt hinzu: „Integration fängt hier schon damit an, dass Mädchen und Jungen gemeinsam tanzen. Das gibt‘s beim Hip-Hop selten.“

Die Jugendlichen sind mit Feuereifer bei der Sache, setzen um, was der Trainer vorgibt. Schließlich will bei der großen Abschlussveranstaltung jeder eine gute Figur machen. „Das Projekt ist klasse. Endlich mal ein cooles Angebot, das richtig Spaß macht“, meint Suad (14). Wie die anderen aus seiner Gruppe hat er genug „gechillt“, ist begierig darauf, etwas Neues auszuprobieren.Mit zentralen Begriffen aus dem Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ setzten sich die Graffiti-Sprayer auseinander und brachten ihre Ideen auf Stellwände. Das Angebot hat Eindruck hinterlassen. „Wir hatten super Farben, Schutzmittel und die Wände“, erkennen Kevin alias „Nippel“ und Daniel an. Beide sprayen schon länger, freuen sich auf die Präsentation am morgigen Samstag: „Da kann man uns direkt bei der Arbeit zusehen.“  

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