Stromausfall stoppt Malzproduktion

20 000 Haushalte betroffen

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Castrop-Rauxel Um 7.59 Uhr gingen gestern die Kaffeemaschinen aus. 20 000 Einwohner aus Castrop-Rauxel und Umgebung standen plötzlich ohne Strom da. «Es gab einen Kurzschluss im Umspannwerk in Habinghorst», sagt RWE-Sprecher Mario Leikop. Die Ursache sei noch nicht geklärt. Jedoch sei es RWE gelungen, über die Hälfte der betroffenen Haushalte nach 30 Minuten wieder mit Energie zu versorgen, wie Mario Leikop betont. Die Letzten seien um 9.14 Uhr wieder ans Netz angeschlossen gewesen. Nicht so John Bolder. Der Diplom-Braumeister und Produktionsleiter der Durst Malz-Mälzerei in Habinghorst konnte erst kurz vor 14 Uhr wieder mit der Produktion anfangen. Der Grund: Das Unternehmen ist nur mit einer einfachen Einstiegsleitung an das RWE-Netz gekoppelt. Eine Umleitung war somit nicht möglich. «Wir produzieren zwar 50 Prozent unseres Bedarfs selbst», erläutert John Bolder. «Den plötzlichen Stromausfall konnten wir aber nicht kompensieren.» Trotz Einsatzes eine Stromgenerators blieben 150 Tonnen Getreide liegen und konnten nicht zu Malz verarbeitet werten. John Bolder rechnet mit Einbußen von über 50 000 Euro. b-r

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