Tannenbäume "zu leise" geholt

CASTROP-RAUXEL Da nimmt man sich den ganzen Vormittag frei und dann das: Alles umsonst. Das Ehepaar Christine und Reinhard Kothenschulte wollte den Abtransport des Tannenbaums gerne honorieren. Aber plötzlich waren alle Bäume weg.

von Von Thomas Schroeter und Peter Wulle

, 14.01.2008, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tannenbäume "zu leise" geholt

Ehrenamtliche Helfer sammeln die Bäume ein.

"Wir finden die Aktion toll und hätten auch gern gespendet. Aber bei uns hat niemand angeschellt", wollten am Montag Christine und Reinhard Kothenschulte den Vorwurf mangelnder Spendenfreudigkeit im Rahmen der Tannenbaum-Aktion vom Samstag nicht auf sich sitzen lassen (wir berichteten)."Auf einmal waren alle Bäume weg..."

Das Ehepaar von der Insterburger Straße hatte sich sogar extra den Vormittag frei gehalten und einen anstehenden Termin auf den Nachmittag verschoben, um die Sammler nicht zu verpassen. "Auf einmal aber waren die Bäume weg, wir haben die Sammler gar nicht bemerkt", so Christine Kothenschulte.

Ähnlich erging es auch anderen RN-Lesern, die sich am Montag nach unserem Bericht über die "enttäuschende Bilanz" der Aktion Tannenbaum in der Redaktion meldeten. Horst Heiche aus Henrichenburg zum Beispiel hätte ebenfalls gerne etwas gespendet, hatte aber keine Gelegenheit dazu. "Es hat uns überrascht, dass plötzlich an der Hagenstraße alle Bäume weg waren. Sonst ist von der Kolpingfamilie immer jemand mit einer lauten Glocke vorweg gegangen. Diesmal haben wir nichts gehört", berichtet Horst Heiche und glaubt, dass auch dieses "leise" Einsammeln der Tannenbäume zu dem schlechten Ergebnis der Aktion beigetragen hat."Jede Organisation macht unterschiedlich laut auf sich aufmerksam..."

Koordinator Jürgen Tide vom Stadtbetrieb EUV sagt: "Jede Organisation macht unterschiedlich laut auf sich aufmerksam. Wer die Helfer am Samstag verpasst hat, kann sich aber auch im Nachhinein noch bedanken und bei den beteiligten Organisationen eine Spende abgeben."

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