Kontaktverbot ignoriert: Polizei und Ordnungsamt verhängen Bußgelder

hzWochenende in Castrop-Rauxel

Das gute Wetter trieb Castrop-Rauxeler vor allem am Samstag nach draußen. Viele hielten sich an das Kontaktverbot, aber in mehreren Fällen mussten das Ordnungsamt und die Polizei einschreiten.

Castrop-Rauxel

, 30.03.2020, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Samstag hat sich das Wetter in Castrop-Rauxel von seiner schönen Seite gezeigt. Die Sonne schien fast den gesamten Tag über. Das gute Wetter nutzten viele Europastädter für einen Spaziergang, beispielsweise durch den Erin-Park oder die Wälder.

Die meisten Castrop-Rauxeler hielten sich an das Kontaktverbot wegen des Coronavirus, waren höchstens zu zweit oder mit der Familie unterwegs.

„Unser Eindruck ist positiv“, sagt Andreas Lesch, Sprecher der Kreispolizei. Acht Einsätze wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot verzeichnete die Polizei zwischen Freitag (27.3.) und Montagmittag (30.3.). „Zum Vergleich: In einer Sommernacht fahren wir alleine schon mehr als acht Einsätze aufgrund von Ruhestörungs-Meldungen“, so Lesch.

Polizei traf nicht immer Menschen an

Unter den acht Einsätzen seien zudem Meldungen gewesen, bei denen die Polizei vor Ort niemanden angetroffen habe. Vier konkrete Einsätze gab es aber dennoch für die Polizeibeamten.

So wurden in unmittelbarer Nähe zur Wartburgstraße in Henrichenburg gleich zwei Angler-Gruppen angetroffen - einmal fünfköpfig, einmal sogar sechsköpfig. „Hier blieb es aber bei einem Platzverweis“, so Lesch, der anfügt: „Wir versuchen es immer erst kommunikativ zu lösen.“

An der Elisabethstraße in Obercastrop wurde eine Gruppe von bis zu neun Jugendlichen gemeldet. Laut Lesch konnte die Polizei aber letztlich nur einen einzelnen Jugendlichen antreffen.

Verstoß am Simon-Cohen-Platz

Anders der Fall am Simon-Cohen-Platz in der Castroper Altstadt. Hier musste die Polizei am späten Freitagabend kurz vor Mitternacht bei einer Vierergruppe Bußgelder verhängen: viermal 200 Euro. „Der Platz ist ja auch außerhalb der Corona-Thematik für Gruppentreffen bekannt und wird daher stärker kontrolliert“, sagt Andreas Lesch.

Unterwegs waren auch die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes. „Drei Ordnungswidrigkeiten hat es gegeben“, berichtet Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann. Im Klartext bedeutet das, die Mitarbeiter haben bei einer dreiköpfigen Gruppe Bußgelder verhängt - jeder muss 200 Euro zahlen.

Am Sonntag waren die Ordnungsamtsmitarbeiter in Sachen Kontaktverbot arbeitslos. Kein Wunder, war das Wetter doch bedeutend schlechter.

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