THW will nach Henrichenburg umziehen

Neubau geplant

Das schon viele Jahre währende Problem mit der maroden Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW) an der Oskarstraße in Habinghorst steht endlich vor einer Lösung. Ein, zwei finale Unterschriften fehlen zwar noch für den Umzug zur Industriestraße 4 nach Henrichenburg ins ehemalige Kärcher-Gebäude. Aber alle Beteiligten hoffen auf grünes Licht.

CASTROP-RAUXEL

, 24.11.2016, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Früher war an der Industriestraße 4 die Firma Kärcher ansässig, jetzt möchte das THW dorthin.

Früher war an der Industriestraße 4 die Firma Kärcher ansässig, jetzt möchte das THW dorthin.

Der Bauantrag für das neue THW-Gebäude liegt bereits bei der Stadt vor. „Es gibt eine fantastische Planung für die Umnutzung eines leerstehenden Gewerbegebäudes“, bestätigte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt auf Anfrage unserer Redaktion. Für das THW wäre es ein erheblicher Gewinn, an den Standort Industriestraße zu kommen, ist er sich sicher.

Und auch die Beteiligten setzen auf die für Juni 2017 anvisierten Umzug. Zumal es nach Informationen unserer Redaktion etliche Synergieeffekte geben kann. Denn die Bauunternehmung Hein Send, mit mehr als 100-jähriger Firmengeschichte und Erfahrung, liegt direkt daneben. Die LKW-Werkstatt zum Beispiel könnte mitgenutzt werden, der TÜV ist ohnehin jede Woche vor Ort.

Send würde, geht alles mit den Entscheidungsträgern glatt, als Vermieter der Immobilie auftreten, die auch über eine kleine Halle verfügt. Das THW ist eine Organisation, die dem Bund untersteht. Daher müssen das Bundesimmobilienmanagement und die Untergliederung auf Landesebene ihr Okay für den Umzug geben.

Probleme sind lang bekannt

Vor anderthalb Jahren noch war der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Albrecht Broemme, vor Ort an der Oskarstraße 51a in Habinghorst, eingeladen vom heimischen Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD). Broemme hatte seinerzeit schon viel Hoffnung auf eine bessere Zukunft gemacht. Wörtlich sagte er: „Ich kann nur versichern, dass der Zustand der Unterkunft verändert werden muss. Sie bildet das Schlusslicht der Unterkünfte in Deutschland. Es würde mich freuen, wenn in zwei bis drei Jahren die Situation hier eine andere wäre.“ Zeitlich käme das gut hin. Positive Nachrichten gibt es auch von Frank Schwabe. Dabei geht es darum, dass im Bundeshaushalt mehr Geld als ursprünglich gedacht für den Katastrophen- und Zivilschutz bereitgestellt wird.

Schwabe: „Der Fahrzeugbestand des THW ist überaltert.“ Deshalb soll soviel Geld fließen, dass das THW im kommenden Jahr voraussichtlich 188 neue LKW und Bergungsräumgeräte angeschafft werden können. Außerdem will der Bund laut Schwabe 3,2 Millionen Euro für eine Kampagne zur Helfer- und Nachwuchsförderung bereitstellen. Bei den THW-lern handelt es sich bekanntlich um ehrenamtliche Helfer.

Auch fürs „Personal“ soll es mehr Unterstützungskräfte für die Ortsverbände geben, kündigte Schwabe an. Was diese Hilfen tatsächlich für die Arbeit des heimischen THW bedeuten, ist hier noch nicht bekannt.  

Die Probleme am alten Standort:

Das THW in Castrop-Rauxel ist eine Hilfsorganisation, die wegen ihres großen ehrenamtlichen Einsatzes große Anerkennung genießt. Zur aktiven Truppe gehören 50 Leute plus Jugendabteilung und die alte Truppe. Seit 1967 nutzt das THW den ehemaligen Luftschutzbunker der Stadt an der Oskarstraße 51a für sich. In dem Gebäude gibt es Schimmel und anderen Pilzbefall, es fehlt ein Raum für die Jugendabteilung, auch sanitäre Anlagen für Frauen werden vermisst. Die Fahrzeuge sind für die Halle zu groß geworden. Kosten für den Umbau sind noch nicht bekannt.

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