Unfallträchtige Amtstraße: Spiegel-Defekt brachte einen 72-Jährigen vor den Richter

Amtsgericht

Kratzer im Lack, ein lädierter Spiegel: Schäden, weil sich zwei Autos auf der zugeparkten Amtstraße in Dorf Rauxel zu nahe kamen. Wegen Unfallflucht steht ein 72-Jähriger nun vor Gericht.

Dorf Rauxel

, 29.05.2019, 08:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unfallträchtige Amtstraße: Spiegel-Defekt brachte einen 72-Jährigen vor den Richter

Altes Rathaus - ein Rundgang © Tobias Weckenbrock

Die Amtstraße ist gefürchtet bei Autofahrern. Weil sie, vor allem im unteren Bereich, wo sie auf der B235 mündet, beiseitig zugeparkt ist. Die Durchfahrt ist eng und unfallträchtig. Mit einem hier entstandenen Sachschaden musste sich nun der Amtsrichter befassen.

Angeklagt war eine Fahrerflucht. Zwei Autos waren sich im Februar entgegen gekommen, doch Platz war nur für eines. So schlugen die Spiegel gegeneinander. Beide Fahrer stoppten ihr Auto, doch weil sie den Verkehr behinderten, fuhren sie ein paar Meter weiter. Das verstand ein 72-Jähriger falsch, dachte, der andere Verkehrsteilnehmer sei fortgefahren, und gab ebenfalls Gas.

„Ich dachte, dem anderen sei es auch egal“

„An meinem Spiegel war nur ein Kratzer. Ich dachte, dem anderen sei es auch egal“, erklärte er dem Richter. Doch der andere, ein 28-Jähriger, will mit Gesten gezeigt haben, dass er ein paar Meter weiter parken wolle.

Verärgert über die Unfallflucht informierte er tags drauf die Polizei und nannte einen Schaden von 600 Euro. Die Elektronik seines Außenspiegels habe Schaden genommen. Viel Geld für ein 15 Jahre altes Auto, bewertete der Richter. Seine Entscheidung: Er stellt das Verfahren wegen Geringfügigkeit ein. Der Angeklage zahlt 100 Euro an den Geschädigten.

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