„Dumm und faul“: Vermüllter Container-Standort ist Riesen-Aufreger

hzBürger-Ärger

Die Müll-Bilder einer Castrop-Rauxelerin sprechen für sich. In den sozialen Netzwerken haben sie eine große Diskussion ausgelöst. Viele finden deutliche Worte für die Umweltfrevler.

Ickern

, 26.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bilder von vermüllten Container-Standorten sind in den sozialen Netzwerken nichts Neues. Manchmal finden sie wenig Beachtung, dann wieder lösen sie einen Sturm der Entrüstung aus.

In Ickern sind Anwohner aktuell maßlos genervt von Müllsündern in ihrem Stadtteil. Denn am Standort Am Hombrink haben Unbekannte achtlos bergeweise Kartons und leere Pakete vor den ohnehin schon überfüllten Depot-Containern abgeladen und sich aus dem Staub gemacht. Eine Userin hat Bilder gepostet, über 60 Kommentare in kürzester Zeit zeigen, wie sehr das Thema die Bürger bewegt.

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„Das Abbild von Dummheit und Faulheit. Leider alltäglich an den Containern“, schreibt ein User. „Vielleicht sollten diese Asis einfach die Kartons klein machen“, fordert ein anderer. „Asis brauchen das nicht, die stellen da noch ganz andere Sachen hin“ und „So eine Sauerei“ lauten weitere Kommentare.

Anzeigen beim Ordnungsamt bringen nichts

Was die Bürger zusätzlich nervt, ist die eigene Machtlosigkeit, die Verantwortlichen auszubremsen. Von ihren Erfahrungen berichtet eine Anwohnerin aus Habinghorst. Sie habe Wiederholungstäter mit Namen und Zeugenangaben beim Ordnungsamt angezeigt. „Nix ist dabei herausgekommen. So etwas lädt auch andere ein, ihren Müll da abzuladen.“

Ein Facebook-Mitglied schlägt einen Streik des EUV-Stadtbetriebs vor: „Damit den Leuten mal bewusst wird, was die für einen harten Job ausüben und die Bürger mal erkennen, dass sich solch ein Verhalten rächt.“ Für diese respektlosen Menschen könne man sich nur schämen.

Die vermüllten Container haben eine rege Diskussion in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

Die vermüllten Container haben eine rege Diskussion in den sozialen Netzwerken ausgelöst. © Christine Zautke

Es gibt aber auch eine deutliche einfachere Lösung, indem man den Abfall zum Bringhof in Ickern am Deininghauser Weg 103 bringt. Hier können Castrop-Rauxeler unter anderem Papier, Pappe und Kartonagen in haushaltsüblichen Mengen täglich außer sonntags kostenlos abgeben.

16 Container-Standorte im gesamten Stadtgebiet

Eine andere Variante: Einfach einen anderen Standort aufsuchen, sofern man einen vollen Container vorfindet. In Castrop-Rauxel gibt es 16 Container-Standorte, wo sie stehen, darüber informiert der EUV-Stadtbetrieb auf seiner Homepage. Hier finden sich auch Verhaltensregeln, die jeder Bürger beachten soll:

  • keine Abfälle neben die Container stellen
  • nur Abfälle in die Container werfen, für die sie vorgesehen sind
  • sperrige Pappe zerkleinern, um das Containervolumen optimal zu nutzen

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Die Folgen für das egoistische Verhalten der Umweltsünder trägt letztlich die Gemeinschaft. So heißt es auf der Seite des EUV-Stadtbetriebs: „Die Reinigung der Plätze durch separate Fahrzeuge und Mitarbeiter variiert je nach Verschmutzungsgrad und verursacht dadurch zusätzliche Kosten.“

Das städtische Unternehmen erntet übrigens viel Anerkennung in der Facebook-Diskussion: „Ein Lob an die EUV, die das wirklich immer sauber hält“, fasst eine Userin zusammen.

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