Vernünftige Lösung finden

CASTROP-RAUXEL Während Arnsberg Regierungspräsident Helmut Diegel der "großen" Lösung einer Umweltzone im Revier gerade eine Abfuhr erteilt hat, geht es morgen im Umweltausschuss auch um den Luftreinhalteplan Ruhrgebiet. Unsere Stadt gehört da zum Teilplan Nord. Für Castrop-Rauxel ist eine Umweltzone westlich der B 235 vorgesehen. RN-Redakteurin Ilse-Marie Schlehenkamp sprach darüber mit Frank Schwabe, klimapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 28.01.2008, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Regierungspräsidenten in Münster und Düsseldorf haben sich für eine durchgehende Umweltzone ausgesprochen, der Arnsberger RP will dagegen nur einzelne Straßen mit Plakettenzwang ausweisen, deren Schadstoffbelastung tatsächlich über den Werten liegt. Was sagen Sie dazu? Schwabe: Da muss es eine unbürokratische Lösung geben, die Leute müssen schon wissen, wo sie sind, das kann ja nicht quer durch Straßen gehen, so dass der Besuch aus der Nachbarstadt sich nicht mehr auskennt. Dann sollte man mit der Einführung lieber bisschen länger warten und eine vernünftige Lösung finden.

Die Regierungspräsidenten in Münster und Düsseldorf haben sich für eine durchgehende Umweltzone ausgesprochen, der Arnsberger RP will dagegen nur einzelne Straßen mit Plakettenzwang ausweisen, deren Schadstoffbelastung tatsächlich über den Werten liegt. Was sagen Sie dazu? Schwabe: Da muss es eine unbürokratische Lösung geben, die Leute müssen schon wissen, wo sie sind, das kann ja nicht quer durch Straßen gehen, so dass der Besuch aus der Nachbarstadt sich nicht mehr auskennt. Dann sollte man mit der Einführung lieber bisschen länger warten und eine vernünftige Lösung finden.

Bewirkt die Umweltzone ein Umdenken bei den Verkehrsunternehmen? Schwabe: Es gibt auf jeden Fall mehr Druck, darüber nachzudenken, wie die Fahrzeug-Flotten umweltfreundlicher fahren können. Der Umstellungsprozess braucht Zeit, aber durch den Luftreinhalteplan wird es schneller gehen.

Viele Autofahrer meckern, weil sie sich gegängelt fühlen oder weil der Kfz-Verkehr nur eine von vielen Quellen für die Feinstaubbelastung ist.Schwabe: Da müssen Studien auf den Tisch gelegt werden, die belegen, dass es sich nicht um Gängelei handelt. Die Fakten wurden vor Jahren diskutiert, sie müssen für den Menschen nachvollziehbar gemacht werden.

 

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