Viel Grün für Drabig-City

Rund 180 Wohneinheiten sollen bis 2012 in moderner Siedlung entstehen

25.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Richtig stolz stellte Franz-Josef Drabig als Geschäftsführer der Flächeneigentümerin RWE Systems Developement unserer Zeitung die überarbeiteten Pläne für das größte Neubaugebiet in Castrop-Rauxel vor. Rund 180 Wohneinheiten sollen bis 2012 auf der 60 000 qm großen Fläche an der Recklinghauser Straße entstehen. Die ersten Mieter sollen schon im Sommer 2008 einziehen können. Während vorne schon bald gebaut wird, wird im hinteren Teil der altindustriellen Fläche noch die weitere Sanierung vorangetrieben. Mehrere Themen des modernen Wohnen werden in den unterschiedlichen Baufeldern des riesigen Areals besetzt. Mehr-Generationen-Häuser hier, Passiv- und Niedrigenergiehäuser dort und Arbeiten und Wohnen für Steuerberater, Architekten und andere Freiberufler noch an ganz anderer Stelle sind für die neue Drabig-City geplant. «Auch ein niederländischer Bauträger könnte ein Quartier übernehmen und dort für holländisches Flair sorgen», erklärte Martin Bauer vom Dortmunder Architekturbüro Planquadrat. Eins allerdings werde in allen Quartieren gleich sein: jede Menge Grün. Auf persönliches Betreiben von Franz-Josef Drabig ist sogar ein kleiner See für die Kinder in dem 40 Meter breiten Grünpuffer zum künftigen Gewerbegebiet fest eingeplant. «Das ist ein Stück Quartiers-Kultur», so Drabig, der das gartenstädtische Konzept mit den verschiedenen Wohn-Themen auch überregional für wegweisend hält. Deshalb ist er sicher, dass von Bochum, Dortmund und anderswo viele Häuslebauer nach Ickern ziehen werden. Restlos zufrieden mit dem gemeinsam erarbeiteten Plan zeigten sich auch Bürgermeister Johannes Beisenherz und der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt. «Wir haben über die Mühen der vielen Jahre jetzt ein Modell, das sehr gut in das Konzept unserer Stadtentwicklung passt», meinte Beisenherz. Die Nahversorgung sei in der durch energiesparende Bauformen gekennzeichneten Wohnsiedlung und dem geplanten Mittelstandspark entlang der neuen Klöcknerstraße kein Thema mehr. Durch die Zusammenführung von Wohnen und Arbeiten würden in Drabig-City die ökologischen und sozialen Ziel der Stadt verfolgt. «Zudem haben wir jetzt auch ein gutes und robustes städtebauliches Konzept», ergänzte der Bau-Experte Heiko Dobrindt. pwu

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