Viel Zustimmung für Kulturzentrum

Projekt der Ditib-Gemeinden

31.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Castrop-Rauxel Johannes Beisenherz Auf eine breite Welle der Zustimmung in der Politik trifft das von den beiden Ditib-Gemeinden in unserer Stadt geplante Kulturzentrum. Fragen im Detail gibt's aber sehr wohl. Das wurde gestern auf einem Pressegespräch mit Bürgermeister (Foto) und den Fraktionsvorständen nach einem Austausch mit den Gemeindevertretern und dem Vorsitzenden des Integrationsrats Kubilay Corbaci deutlich. Sämtliche Ratsvertreter sollen auf der Ratssitzung am kommenden Dienstag genauer über das Projekt informiert werden. Zur politischen Begleitung des Kulturzentrums wird laut Beisenherz ein Beirat gebildet. Der Standort, für den es vier oder fünf Optionen gebe, soll erst bekanntgegeben werden, wenn eine Entscheidung darüber feststeht. Wie Kubilay Corbaci erklärte, soll Ende Oktober in den beiden Ditib-Gemeinden in Ickern und auf Schwerin das unumgängliche Votum für oder gegen die Errichtung gefällt werden. Denn das Zentrum mit den beiden Minarett-Türmchen auf einem Grundstück zwischen 3500 und 4000 qm bewegt sich in einer Größenordnung von 1,5 bis 1,7 Mio. Euro, die durch Spenden geschultert werden sollen. Möglicherweise, so Corbaci, seien aber auch Fördergelder von Land, Bund oder EU abrufbar, denn der Fokus werde auf die Integrationsarbeit gerichtet. Verwirklicht werden soll das Kulturzentrum nach den Vorstellungen der Gemeindevorstände in den nächsten drei bis vier Jahren und Platz für bis zu 1000 Besucher bieten. Corbaci machte deutlich: «Uns ist sehr an einem Konsens mit der Politik und den Bürgern gelegen, wir sind um Aufklärung bemüht und wollen verstärkt Öffentlichkeitsarbeit machen.» Das Projekt solle schließlich als Bildungsstätte offen für die Bevölkerung sein. Für die FDP betonte Jürgen Adler, das Grundgesetz stehe für Religionsfreiheit und Diskriminierungsverbot, insofern gebe es keine großen Fragestellungen. abi

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