Wahlprogramm der CDU: Acht Versprechen und der Plan, eine Schule abzuschaffen

hzKommunalwahl 2020

Bei der CDU steht Oliver Lind als Bürgermeisterkandidat für Castrop-Rauxel fest. Die Christdemokraten haben sich acht Versprechen in ihr Programm für die Kommunalwahl 2020 geschrieben.

Castrop-Rauxel

, 25.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stadtparteitag der CDU Castrop-Rauxel hat am Freitagabend (21. Februar) im Dieze im Erin-Park das Programm für die Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, verabschiedet. Unter dem Motto „Castrop-Rauxel wird vor Ort gemacht“ hat die CDU ein detailliertes Programm auf die Beine gestellt.

Unter 19 Gesichtspunkten geht die CDU auf verschiedene Aspekte ein, die sie in Castrop-Rauxel angehen und verbessern möchte. Zudem hat sich die CDU acht Versprechen auf die Karte geschrieben:

  • Gute Kitas und Schulen
  • Eine leistungsfähige analoge und digitale Infrastruktur
  • Sicherheit und Ordnung in allen Ortsteilen der Stadt
  • Gute Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze
  • Den Erhalt und Schutz unserer Natur und natürlicher Ressourcen
  • Bezahlbaren Wohnraum
  • Breite Bürgerbeteiligung
  • Eine bürgerorientierte öffentliche Daseinsvorsorge

Sekundarschule Süd soll nicht künstlich am Leben gehalten werden

Die CDU sagt in ihrem Wahlprogramm: „Bei uns steht das einzelne Kind im Mittelpunkt.“ Sie wolle die weiterführenden Schulen in Castrop-Rauxel an ihren Standorten erhalten - mit Ausnahme der Sekundarschule Süd.

Die Partei sieht aufgrund der Ergebnisse der Elternbefragung keine Zukunft mehr für die Sekundarschule Süd. „Die Sekundarschule Süd kann [...] nicht durch planwirtschaftliche Eingriffe künstlich am Leben gehalten werden“, heißt es im Wahlprogramm. Zudem wollen die Christdemokraten zielstrebig auf die Einrichtung einer Gesamtschule in Ickern hinarbeiten.

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Die CDU spricht mit Blick auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung von einer „Null-Toleranz-Strategie“. So wolle die CDU weitere Stellen für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und eine erhöhte Präsenz der Polizei- und Ordnungskräfte vor allem in den Abend- und Nachtstunden schaffen.

Zudem wolle die CDU sich verstärkt um eine Verbesserung des Stadtbildes mit Blick auf die sogenannten „Gammelhäuser“ einsetzen und die Grund- und Hausbesitzer härter zur Rechenschaft ziehen.

Die Baumschutzsatzung soll abgeschafft werden

Die CDU steht laut ihrem Wahlprogramm für eine „komplette Abschaffung der städtischen Baumschutzsatzung, da sie eine rot-grüne Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger darstellt“.

Eine „Einführung eines neuen Verkehrsleitsystems in der Altstadt sowie stärkere Anreize für das Fahrradfahren, etwa durch Errichtung einer bewachten Radstation in der Altstadt“, ist ebenfalls im Sinne der CDU.

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In Absprache mit der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus Castrop möchte die CDU „das Eckgrundstück Bochumer Straße/Karlstraße im Rahmen eines transparenten Bürgerbeteiligungsprozesses als attraktives Wohngelände (Westliches Tor zur Innenstadt) entwickeln.“

Dazu erachtet die CDU unter anderem die Schaffung von deutlich mehr Parkmöglichkeiten als wichtig und möchte weitere altersgerechte und barrierefreie Wohnbebauung schaffen.

Beim Punkt „Breite Bürgerbeteiligung“ sieht die CDU „enormen Nachhol- und Verbesserungsbedarf“. So sollen beispielsweise bei Bauvorhaben Anwohner im Vorfeld Teilhabe am Gestaltungsprozess haben.

Kostenloses WLAN in der Castroper Altstadt

Dazu möchten die Christdemokraten eine Koordinierungsstelle für die Bürgerbeteiligung direkt beim Bürgermeister einrichten. „Hier können sich alle Einwohner über Vorhaben informieren, eigene Vorhaben einreichen, Anregungen zu laufenden Bürgerbeteiligungsverfahren geben oder sich über bestehende Beteiligungsverfahren informieren“, schreibt die CDU in ihrem Programm.

Unter dem letzten Punkt ihres Wahlprogrammes führen die Christdemokraten Verbesserungsideen für einzelne Stadtteile auf. So soll beispielsweise WLAN in der Castroper Altstadt kostenlos bereitgestellt werden.

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