Waldweg in Castrop-Rauxel schwer beschädigt

Zwischen Schwerin und Merklinde

Der Rad- und Fußweg zwischen Schwerin und Merklinde ist schwer beschädigt worden. Das bemerkte ein aufmerksamer Spaziergänger und fragte nach: Sind die Schäden möglicherweise bei Schnittarbeiten der Stadt entstanden? Jetzt stellt sich heraus: Genauso war es. Doch die Stadt hat eine Erklärung parat.

CASTROP-RAUXEL

, 21.02.2016, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zerstörter Radweg Grüne Acht

Zerstörter Radweg Grüne Acht

Da traute der Merklinder Helmut Schlüter in dieser Woche seinen Augen nicht: Bei seinen regelmäßigen Spaziergängen auf dem Rad- und Fußweg zwischen Merklinde und Schwerin entlang der ehemaligen Zechenbahntrasse fand er diesen plötzlich mit erheblichen Beschädigungen wieder.

Vermutung und Hinweis

Und mit einer richtigen Vermutung über deren Verursacher. „Waren die Verursacher der schweren Schäden vielleicht Mitarbeiter der städtischen Betriebe?“, so seine Frage, die sich als berechtigt erwies. Und einem weiteren Hinweis: „Ich vermute, dass die Kosten für die Wiederherstellung des Weges wesentlich höher sind als die Kosten, die für Schnittarbeiten entstanden sind.“

"Grüne Acht"

In der Tat scheinen die gewaltigen Spuren, die sich nicht nur eingegraben haben, sondern teilweise auch die lockere Oberflächenbefestigung beschädigt haben, in keinem Verhältnis zu den Schnitten an den Bäumen rechts und links des Weges zu stehen. Der im Übrigen nicht nur von den Ortsteilbewohnern genutzt wird, sondern auch Teilstück des kommunalen Radweges „Grüne Acht“ und des überregionalen RVR-Radweges 31 „Route der Industriekultur“ ist. „Es ist stellenweise nicht mehr möglich, dort ungefährdet Rad zu fahren“, so Schlüters Fazit.

Was er unerwähnt ließ: Leider wird dieser Weg auch immer wieder gerne von Umweltfrevlern aller Art genutzt, sei es zum Ölwechsel oder zur illegalen Entsorgung sonstigen Abfalls.

Mit schwerem Gerät

Auf Anfrage hieß es von der städtischen Pressestelle unter Bezugnahme auf den Fachbereich dazu: „Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen muss dort Beschneidungs- und Rodungsarbeiten erledigen, die nur mit schwerem Gerät zu bewältigen sind. Deshalb konnte nicht verhindert werden, dass der Boden teilweise zerfahren wurde.“

Offen blieb dabei die Frage, inwieweit für relativ unaufwändige Schnitte auf einem solch sensiblen Weg Fahrzeuge dieser Dimension eingesetzt werden müssen und dazu ein Zeitpunkt gewählt wird, zu dem der Boden wegen der massiven Niederschläge äußerst aufgeweicht ist.

Gleichzeitig sagte die Stadt eine zeitnahe Beseitigung der Schäden zu. „Ab Montag, 22. Februar, beginnt die Stadt damit, den Weg wieder herzustellen“, hieß es in der städtischen Stellungnahme.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt