Warum das Martins in der Castroper Altstadt nicht schon Anfang Oktober eröffnet hat

hzRestaurant

Am 21. Juli haben Pina und Enzo Scolaro das Martins in Castrop geschlossen. Ein Nachfolger wurde schnell vorgestellt, wollte Anfang Oktober öffnen. Das ist nicht passiert. Was ist da los?

Castrop

, 09.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Dugagjin Kacabashi wurde schon Anfang Juli ein neuer Pächter für die Traditions-Gaststätte Martins mitten in der Castroper Altstadt vorgestellt. Denn die bisherigen Pächter des Restaurants, Pina und Enzo Scolaro, gingen Ende Juli endgültig in den Ruhestand.

Für die Gäste des beliebten Restaurants begann damit eine lange Wartezeit. Denn Kacabashi will nicht nur das neue Gesicht des Martins werden, sondern auch das Restaurant mit einer komplett neuen Einrichtung in die Zukunft führen.

Für die notwendigen Renovierungsarbeiten hatte er sich bei einem Gespräch mit unserer Redaktion etwa zwei Monate Zeit vorgenommen. Er wollte Anfang Oktober neu eröffnen.

Fenster sind immer noch abgeklebt

Daraus ist offensichtlich nichts geworden. Nach wie vor sind die Fensterscheiben am Martins überwiegend komplett abgeklebt. Wo man in die Gasträume gucken kann, sieht nicht so richtig viel nach einem nahenden Umbau-Ende aus.

Warum das Martins in der Castroper Altstadt nicht schon Anfang Oktober eröffnet hat

Dugagjin Kacabashi ist der neue Pächter des Martins. Die Eröffnung hat sich aber massiv verzögert. © Matthias Stachelhaus

Der Plan von Pächter und Vermieter Martin Hovermann, der ebenfalls von zwei Monaten Umbau und Einrichtung gesprochen hatte, ist nicht aufgegangen. Sind die Pläne geplatzt? Gibt es Probleme beim Umbau? Gibt es Differenzen zwischen Vermieter und Pächter, wie gemunkelt wird?

Jetzt lesen

Unsere Redaktion erreichte jetzt Dugagjin Kacabashi. Der bestätigte, dass sich an den Plänen rein gar nichts geändert habe. Nur den Zeitpunkt der Eröffnung habe man leider nicht halten können. „Die Handwerker“, stöhnt Kacabashi.

Probleme mit Handwerkern in der Küche

Gerade bei der Renovierung der Küche habe es massive Probleme mit den Handwerkern gegeben, gesteht der künftige Martins-Gastronom. Verpächter Martin Hovermann habe sich da auch sehr eingebracht, aber der Fahrplan sei nicht einzuhalten gewesen.

Dugagjin Kacabashi: „Es hängt ja nicht an mir, sondern an den Handwerkern. Wenn die nicht ihre Arbeit machen oder machen können, bin ich da machtlos.“ Neuer Plan sei nun, möglichst Anfang Dezember die Türen aufschließen zu können. Eine Garantie dafür könne er aber nicht geben.

Jetzt lesen

Um im Zeitplan nicht noch mehr in Verzug zu kommen, habe er selbst auch schon zu den Werkzeugen in seiner neuen gastronomischen Heimat gegriffen. „Wir haben das Holz geschliffen und andere Dinge erledigt, die wir konnten“, erzählt er.

Konzept soll sich nicht groß verändern

Das gastronomische Konzept des Martins soll laut Hovermann nach der Neueröffnung nicht wesentlich verändert sein. Soll heißen, dass es auch künftig italienische Küche im Martins inklusive Mittagstisch geben soll. Auch der Name Martins soll bleiben.

Das passt zum neuen Pächter, denn der Restaurantfachmann hat nach eigenen Angaben über 25 Jahre Erfahrung im Geschäft - zuletzt in einem italienischen Restaurant in Herne.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt