Warum der EUV Kritik an den Baumaßnahmen auf der Christinenstraße für unbegründet hält

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Letzte Woche wurde in Obercastrop viel über die Baumaßnahmen auf der Christinenstraße diskutiert. Es gab vermehrt Kritik aus Reihen der Anwohner. Jetzt erklären sich EUV und SPD dazu.

von Janine Jähnichen

Obercastrop

, 27.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Christinenstraße sollen die Verkehrsinseln weichen und durch Bremsschwellen ersetzt werden. Einige Anwohner hatten Kritik geäußert, da sie sich um die Sicherheit der Grundschüler sorgten. Udo Behrenspöhler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Obercastrop Ost, und Thorsten Werth-von Kampen, Ressortleiter für Infrastruktur des EUV, halten diese Kritik für unbegründet.

Geplante Baumaßnahmen sind seit zwei Jahren bekannt

„Der EUV hat bereits vor zwei Jahren die Baumaßnahmen auf der Christinenstraße angekündigt, die im Anschluss an die Kanalarbeiten auf den umliegenden Straßen beginnen sollten“, so Werth-von Kampen. „Zu der Zeit haben wir auch alle Anregungen der Anwohner entgegengenommen.“

Viele Obercastroper berichteten von gefährlichen Situationen zwischen Rad- und Autofahrern auf Höhe der Verkehrsinsel oder gaben den Hinweis, dass die Schilder auf der Insel eine Sichtbehinderung für die Schüler darstellen.

In Absprache mit der Straßenverkehrsbehörde beschloss man, dass die Verkehrslage ohne die Inseln deutlich sicherer wäre und stattdessen Bremsschwellen zur weiteren Verkehrsberuhigung eingebaut werden.

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Die SPD Obercastrop rund um Udo Behrenspöhler hatte zusätzlich im Juni zur Ortsteiltour und zu Infoveranstaltungen mit dem EUV eingeladen. Dort hatten alle Anwohner die Chance, ihre Fragen und Bedenken kundzutun.

„Jeder Schritt wurde offen kommuniziert und immer Absprache mit den Anwohnern gehalten“, sagt Behrenspöhler. „Es gab nie konkrete Gegenvorschläge, deshalb kann ich die aktuelle Kritik nicht verstehen.“ Die Baumaßnahmen seien vielmehr „eine weitere Verbesserung der Infrastruktur des Ortsteils“.

Warum der EUV Kritik an den Baumaßnahmen auf der Christinenstraße für unbegründet hält

Udo Behrenspöhler (l.) und Thorsten Werth-von Kampen vor der Baustelle an der Christinenstraße. Hier laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. © Janine Jähnichen

Verkehrsprobleme werden durch Anwohner selbst verursacht

Die Verkehrsprobleme, die durch die Baumaßnahmen behoben werden sollen, könnten nur von den Anwohnern des Ortsteils selbst stammen, findet er. „Da die Christinenstraße keine Durchfahrtsstraße sondern eine reine Erschließungsstraße ist, wird sie vorwiegend von Obercastropern genutzt“, so EUV-Vize Werth-von Kampen.

„Niemand nutzt die Christinenstraße als Schleichweg. Wenn hier gerast wird, sind es die Anwohner selber, die die 30er-Zone missachten.“

In gut zwei Wochen könnte es anders aussehen: Wenn das Wetter mitspielt, sollen der Einbau der Bremsschwellen und die Straßenerneuerung abgeschlossen sein.

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