Westfälisches Landestheater zeigt einen Albtraum der immer digitalisierteren Welt

WLT

Die Proben für die erste WLT-Premiere im Jahr 2020 laufen: Am 1. Februar werden „Die Mitwisser“ in Castrop-Rauxel aufgeführt. Es geht darin um Big Data in einer immer digitalisierteren Welt.

Castrop-Rauxel

19.12.2019, 09:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfälisches Landestheater zeigt einen Albtraum der immer digitalisierteren Welt

Dieses Team spielt ab dem 1. Februar das neue Stücke „Die Mitwisser“ am WLT. © Volker Beushausen

Das Westfälische Landestheater bereitet sich derzeit auf die erste Premiere im Jahr 2020 vor. Geprobt wird „Die Mitwisser“ von Philipp Löhle, ein zeitgenössisches Stück, das am Samstag, 1. Februar, im WLT-Studio Premiere feiern wird.

In diesem Stück wird erzählt von Herrn Kwant. Dieser Herr Kwant wird das Leben von Theo und Anna einfacher machen. Denn zukünftig kümmert er sich um alles. Natürlich erst, nachdem die allgemeinen Geschäftsbedingungen unterschrieben sind.

Herr Kwant ist als persönlicher Assistent und kostenloser Informationspartner das Social Media in menschlicher Form. Herr Kwant weiß alles, speichert alles, kann alles, er organisiert nicht allein den Haushalt, kocht alle Lieblingsgerichte, übernimmt nach Übermittlung der Kreditkartendetails alle Bestellungen, er gibt auch Empfehlungen für notwendige Investitionen und zur allgemeinen Lebensverbesserung.

Herr Kwant ist immer anwesend, überall

Herr Kwant ist immer anwesend, überall. Schon bald kann Theo ohne ihn keine Entscheidungen mehr treffen. Auch an Theos Arbeitsplatz übernimmt Herr Kwant zahlreiche Aufgaben, erledigt sie schneller und effektiver als Theo.

Nach kurzer Zeit ist Theo dort überflüssig. Bald möchten alle Nachbarn auch einen Herrn Kwant für sich haben. Natürlich auch Anna. Damit sie die Sachen machen kann, mit denen sie sich eigentlich in ihrem Leben beschäftigen möchte. Was das ist, darum kümmert sich ihr Herr Kwant.

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Philipp Löhle hat ein s Stück über die Perspektiven und den Umgang mit Big Data in einer immer digitalisierteren Welt geschrieben. Er entwirft ein Post-Siri- und Alexa-Szenarium, in dem der Mensch jegliche Kontrolle über das Leben abgegeben hat.

Renommierter deutschsprachiger Dramatiker

Philipp Löhle gelang der Durchbruch mit seinem Stück „Genannt Gospodin“, für das er mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ausgezeichnet wurde. 2008 gewann er mit „Lilly Link“ den Jurypreis des Heidelberger Stückemarkts, 2012 mit „Das Ding“ den Publikumspreis der Mülheimer Stücketage.

Am WLT in Castrop-Rauxel übernimmt Markus Kopf die Inszenierung des Stücks. Manfred Kaderk (Ausstattung), Christian Scholze (Dramaturgie) sowie Mario Thomanek (Regieassistenz/Abendspielleitung) gehören ebenfalls zum Team.

Hier gibt es Eintrittskarten

Karten sind sowohl für die Premiere als auch für die Zusatzvorstellungen am 7., 8., 10. und 11. Februar um 20 Uhr im Studio zum Preis von 20 Euro, ermäßigt 16 Euro, erhältlich an der Theaterkasse unter Tel. (02305) 978020 oder per E-Mail an

bock@westfaelisches-landestheater.de

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