Wie Reding schrieb: Helmut Orwat erinnert sich an verstorbenen Weggefährten

Nach dem Tod

Helmut Orwat war Weggefährte des verstorbenen „Asphalt-Literaten“ Josef Reding, ein bekannter Sohn Castrop-Rauxels. Reding schrieb einst ein Vorwort für einen Bildband des Ruhrgebiets-Fotografen.

Castrop-Rauxel

, 19.01.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie Reding schrieb: Helmut Orwat erinnert sich an verstorbenen Weggefährten

Josef Reding starb am 10. Januar. © Peter Bandermann (Archiv)

In einer Nacht Anfang Januar 2020 starb Josef Reding. Der Schriftsteller aus Castrop-Rauxel, den mal jemand als „Asphalt-Literat“ bezeichnet hatte, war einer der bekanntesten Söhne Castrop-Rauxels. Er wurde 90 Jahre alt. Die Erinnerungen an ihn bleiben.

Josef Reding war vernetzt in der Stadt, das Engagement des Schriftstellers und seiner Familie wird den Redings bis heute hoch angerechnet. Reding selbst schrieb sogar in den vergangenen Jahren im hohen Alter noch: unter anderem ein Vorwort für den Bildband eines der bekanntesten Fotografen der Region.

Helmut Orwat aus Obercastrop ist umso erfreuter, dass er diesen Schatz jetzt, nach dem Tode des Weggefährten, sein Eigen nennen darf.

„Die wichtigste Provokation: Der Mensch“

Reding schrieb: „Der Geselle Orwat zeigte mir seine ersten Fotos, die der Revierrealität überzeugend auf der Spur waren und dem jungen Mann vom Jahrgang 1938 Anerkennung einbrachten.“

Und: „Die wichtigste Provokation für den Fotografen aber ist nach wie vor der Mensch, wie er sich in dieser Werkstättenlandschaft unverwechselbar einrichten muss und einrichtet.“ Orwat knipse nicht, „sondern beherbergt den Menschen“, schrieb Reding.

Als Sohn eines Filmvorführers wurde Reding am 20. März 1929 in Castrop-Rauxel geboren, wo er 1951 Abitur machte. Er starb am 10. Januar 2020.

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