Wieder Fahrräder im trüben Gondelteich

CASTROP Nach viel Licht schon wieder Schatten am Gondelteich: Noch vor wenigen Wochen freuten sich die Docas-Blinker um Fischereiaufseher August Wundrok, im Stadtgarten 120 Karpfen und 68 Zander ins nasse Element zu setzen, gestern fischten sie im Trüben.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 10.01.2008, 21:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wieder Fahrräder im trüben Gondelteich

Lukas Schulze, Rudi Melchior, August Wundrok und Jörg Schulze (v.l.) gestern in Aktion am Gondelteich im Stadtgarten.

Holten drei Fahrräder, einzelne Räder und einen Metallzaun von der Baustelle nebenan heraus.

Mülldeponie

"Zwischen Weihnachten und Neujahr war es wieder ganz schlimm", schimpft Hans Frackowiak, der sich wie Wundrok ehrenamtlich um die Gewässer kümmert. "Das ist doch hier die Mülldeponie von Castrop." Vorm Jahreswechsel sei jede Menge Abfall auf der vereisten Oberfläche des Gondelteichs gelandet. Aber immerhin erlaubte es das Eis, auf die Hinterlassenschaften im Wasser gucken zu können. "Weil das Eis wie ein Brennglas funktioniert", erklärte Frackowiak. Die gestrigen Funde holt das Grünflächenamt ab, ein Fahrrad schien trotz des Muschelbesatzes noch soweit intakt, dass es wohl im Fundbüro landet. "

Geklaut und versenkt

Über 100 Räder haben wir hier in der Vergangenheit schon rausgeholt", schätzt Wundrok, im vergangenen Jahr wurde ein Motorrad mitsamt Schlüssel rausgehievt. "Die Räder werden irgendwo geklaut und dann im Gondelteich versenkt", glaubt Wundrok. Viel geholfen wäre es möglicherweise, wenn die Anwohner verstärkt ein Auge auf den Gondelteich hätten, glauben die Umweltfreunde. Die ansonsten nicht müde werden beim Appell, die Enten in Frieden zu lassen und nicht zu füttern.

Lesen Sie jetzt