Wird Ickern neuer Standort der Förderschulen?

Rauxel und Waltrop

Die Waltroper Phoenix-Schule wird bald aufgelöst - sie soll mit der Martin-Luther-King-Schule Rauxel zusammengelegt werden. Die Stadtverwaltung hat das Gebäude der Janusz-Korczak-Gesamtschule in Ickern als neuen Förderschul-Standort vorgeschlagen.

CASTROP-RAUXEL

, 08.03.2017, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Förderschullandschaft wandelt sich: Immer mehr Kinder mit bestimmten Defiziten werden unter den Schlagworten Inklusion und „Gemeinsames Lernen“ an Regelschulen angemeldet. Förderschulen haben dadurch weniger Zulauf. Darum wird in Waltrop die Phoenix-Schule mit Ablauf dieses Schuljahres, spätestens aber 2018 aufgelöst. Die Phoenix-Schule soll stattdessen mit der Martin-Luther-King-Schule Rauxel zusammengelegt werden.

Die Phoenix-Schule zählte zum Stichtag 1. Oktober 2016 100 Schüler, die MLKS hat nach eigenen Angaben etwa 140 Schüler.

Bisher lautete der Plan – und das schon seit Anfang 2011 – diese beiden Schulen am Standort Franz-Hillebrand-Hauptschule (Uferstraße) unterzubringen: Dort war vor weniger als zehn Jahren unter anderem mit Bundes-Fördermitteln zum Aufbau des gebundenen Ganztags aufwendig renoviert worden.

Zu wenig Räume in Franz-Hillebrand-Hauptschule

In der Vorlage zum Waltroper Schulausschuss heißt es nun, dass es eine Schulraumbegehung gegeben habe: Schulträger und Schulleiter der beiden Förderschulen erklärten das Gebäude „wegen der geringen Raumkapazitäten momentan für ungeeignet“, so die Waltroper Stadtverwaltung.

Für die Phoenix-Schule würde es reichen, die Martin-Luther-King-Schule müsste jedoch an der Bahnhofstraße verbleiben. Zwei Standorte aber wären teurer als einer, das Hauptschulgebäude an der Uferstraße teurer als das der Förderschule in Rauxel.

Die Castrop-Rauxeler Stadtverwaltung macht daraufhin nun den Vorschlag, die Gesamtschule in Ickern als Standort für eine Förderschule unter einem Dach zu nutzen – ein Gebäude, das für mehr als 1000 Schüler konzipiert gewesen sei. Man könne Gebäudeteile abtrennen. Die Verwaltung will dafür ermitteln, wie teuer ein Umbau wäre. An dieser Erarbeitung sollen auch die Schulleiter mit ihrem praktischen Fachwissen beteiligt werden. Zudem werden die Kosten für einen Umbau der Schule an der Uferstraße ermittelt.

Umbau erst fürs Schuljahr 2018

„Wenn alle Daten zur Verfügung stehen, wird eine gemeinschaftliche Entscheidung darüber getroffen, ob die Verbundschule an einem oder an zwei Standorten in Castrop-Rauxel entstehen wird“, heißt es in der Verwaltungs-Vorlage. Ein Umzug noch in diesem Sommer allerdings schließt die Stadt Castrop-Rauxel aus. Der Umbau erfolgt also frühestens fürs Schuljahr 2018.

Das würde passen: Die Gesamtschule in Ickern besteht aus einem neunten und zehnten und einem Abitur-Jahrgang. Insgesamt sind das etwa 170 Schüler. Im Sommer 2018 läuft die Schule regulär aus. Zurzeit werden Teile des Gebäudes als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet. 

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