WLT zeigt im „Drachenläufer“, was Freunde unwiderruflich auseinandertreibt

Westfälisches Landestheater

Wie viel kann eine Freundschaft überstehen? Dieser Frage widmet sich das Westfälische Landestheater (WLT) in seiner neuen Produktion „Drachenläufer“ nach dem Erfolgsroman von Khaled Hosseini.

Castrop-Rauxel

von Allessia Vit

, 20.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
WLT zeigt im „Drachenläufer“, was Freunde unwiderruflich auseinandertreibt

Oliver S. El-Fayoumy und Franziska Ferrari stehen beim "Drachenläufer" auf der Bühne. © Volker Beushausen

Es ist die Geschichte von Amir und Hassan. Beide wachsen in Kabul Mitte der 70er-Jahre wie Brüder auf. In der standesbewussten afghanischen Gesellschaft ist das keine Selbstverständlichkeit, denn Amir kommt aus reichem Elternhaus, während Hassan der Sohn des Dieners von Amirs Vater ist.

Doch ihrer Zuneigung und dem Gefühl der Verbundenheit kann das nichts anhaben. Bis Amir ein unfassbares Verbrechen an Hassan beobachtet und beschließt, zu schweigen. Mit „Drachenläufer“ bringt das Westfälische Landestheater (WLT) eines der erfolgreichsten Bücher der vergangenen Jahrzehnte auf die Bühne.

„All diese Gefühle möchte ich zeigen“

Jetzt haben die Proben zu der Theaterfassung unter Regisseur Gert Becker, der am WLT zuletzt die Adaption des Romans „Unterwerfung“ inszenierte, begonnen. „Das Buch erzählt eine außergewöhnliche, packende Geschichte. Und es ist durch und durch von ganz unterschiedlichen Emotionen geprägt“, so Gert Becker. „All diese Gefühle, ob brutal, fröhlich, verzweifelt oder traurig, möchte ich zeigen.“

Das Bühnenbild sowie die Kostüme hat Elke König entworfen. „Die Kostüme werden das Lokalkolorit widerspiegeln“, erzählt die Ausstatterin. „Für die Umsetzung eines Romans, die aufgrund der hohen Personenanzahl meist recht kompliziert ist, haben wir uns eine gute Lösung überlegt: eine Schattenwand.“

WLT zeigt im „Drachenläufer“, was Freunde unwiderruflich auseinandertreibt

Das Ensemble: vorne: Oliver S. El-Fayoumy, Svenja Marija Topler; hinten: Vesna Buljevic, Guido Thurk, Burghard Braun, Franziska Ferrari, Mario Thomanek und Mike Kühne. © Volker Beushausen

Neben dem Abendtheaterensemble werden in der Produktion wieder zwei Gäste zu sehen sein: Burghard Braun, der dem WLT-Publikum aus zahlreichen Produktionen wie „Taxi, Taxi – Doppelt leben hält besser“ oder „Blackout“ bekannt sein dürfte, und Oliver S. El-Fayoumy, der das erste Mal am WLT zu sehen sein wird.

Seit seiner Schauspielausbildung, die er 2005 abschloss, führten Oliver S. El-Fayoumy seine Engagements an verschiedene Häuser, unter anderem ans Schauspielhaus Düsseldorf, ans Theater an der Ruhr Mülheim und ans Grenzlandtheater Aachen.

Noch Restkarten für die Premiere

Die Premiere von „Drachenläufer“ feiert das Westfälische Landestheater am Samstag, 30. November, um 20 Uhr in der Stadthalle Castrop-Rauxel am Europaplatz. Für die Premiere sind noch Restkarten zwischen 14 und 20 Euro erhältlich.

Für die Zusatzvorstellung am Dienstag, 21. Januar, um 20 Uhr im Studio sind Karten zum Preis von 20 Euro erhältlich. Ermäßigt kosten sie 16 Euro. Theaterkasse: Maximilian Bock, Tel. (02305) 978020 oder per E-Mail an bock@westfaelisches-landestheater.de

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