WLT stellt Festival „Bühne raus“ trotz Corona-Gefahr auf die Beine

Coronavirus

Gute Nachrichten vom Westfälischen Landestheater: Das Festival „Bühne raus“ soll vom 5. bis 7. Juni vor Publikum stattfinden. Allerdings nicht wie in den vergangenen Jahren im Parkbad Süd.

Castrop-Rauxel

19.05.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Team vom "Musikladen" freut sich, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen.

Das Team vom "Musikladen" freut sich, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. © Volker Beushausen

Das Westfälische Landestheater bereitet sich intensiv auf das „Bühne raus…!“-Wochenende vom 5. bis 7. Juni vor. Seitdem der letzte Erlass der NRW-Landesregierung grünes Licht für Theatervorstellungen ab Ende Mai gegeben hat, plant das WLT sein Freilicht-Wochenende, um in dieser Spielzeit noch einmal für Publikum öffnen zu können.

Premiere feiern werden die neue musikalische Produktion „Musikladen – Eine musikalische Wundertüte“ aus der Feder von Tankred Schleinschock am Freitag, 5. Juni, um 19.30 Uhr und das Familienstück „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ für alle ab 6 Jahren nach Cornelia Funke am Sonntag, 7. Juni, um 14 Uhr. Weitere Vorstellungen von „Musikladen“ werden am Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni, um 19.30 Uhr gezeigt.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich das Team rund um den Geschäftsführenden Direktor Günter Wohlfarth und Intendant Ralf Ebeling auf die Wiedereröffnung vorbereitet und in Abstimmung mit dem Betriebsarzt und dem Sicherheitsbeauftragten Infektionsschutzmaßnehmen entwickelt. „Wir freuen uns riesig, dass wir als Erste in Castrop-Rauxel wieder eine öffentliche Veranstaltung durchführen können“, so Wohlfarth. Auch bei Ralf Ebeling ist die Freude groß: „Wir sind sehr glücklich, dass wir nach Monaten wieder für unser Publikum spielen dürfen.“

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Ein kleines Aber gibt es: „Es ist klar, dass Theater in diesen Zeiten anders aussieht. Wir werden die strengen Hygienemaßnahmen auf, vor und hinter der Bühne umsetzen“, so Ralf Ebeling. Anders als in den Vorjahren wird „Bühne raus“ daher nicht im Parkbad Süd, sondern auf dem Parkplatz vor dem Proben- und Logistikzentrum (Bahnhofstraße 126) stattfinden. „Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Veranstaltung räumlich auszuweiten. Insgesamt haben wir mehr Platz als im Parkbad Süd und können bei der Bestuhlung den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Meter einhalten“, sagt Sebastian Jungermann, Technischer Leiter des WLT.

Zudem wird es zwei verschiedene und voneinander getrennte Ein- und Ausgänge geben. „Die Sicherheit für unser Publikum und unsere Mitarbeiter wird zu jedem Zeitpunkt gewahrt“, heißt es. Aus diesem Grund wird beim Ein- und Auslass darum gebeten, Nase und Mund zu bedecken. Stand heute geht das WLT von maximal 100 Zuschauern je Vorstellung aus. Im Parkbad Süd kamen sonst um die 500 Zuschauer. „Da wir bereits deutlich mehr Karten verkauft haben, hoffen wir auf zusätzliche Lockerungen, die es uns erlauben, weiteres Publikum einzuladen“, so Günter Wohlfarth.

Das WLT stehe in Kontakt mit seinen Abonnenten und Gästen, die bereits Karten erworben haben. Interessierte können sich an der Theaterkasse des WLT unter Tel. (02305) 978020 melden und sich auf eine Reservierungsliste setzen lassen, sollte die Zuschauerkapazität kurzfristig erweitert werden können. In jedem Fall würden zusätzliche Vorstellungen von „Musikladen“ für den 21. August und am 2. Januar 2021 in der Stadthalle geplant, heißt es.

Parkplätze an der Gesamtschule

Auf kulinarische Köstlichkeiten aus dem Parkbad Süd müssen die Besucher nicht verzichten. An verschiedenen Ausgabestationen, die auf dem Gelände verteilt sind, wird es neben Bratwurst und Steak vom Grill vegetarische Alternativen, Snacks für die Vorstellungen sowie gekühlte Getränke geben. Ausreichende Parkplatzmöglichkeiten gibt es an der Willy-Brandt-Gesamtschule und am WLT-Studio (Europaplatz 10).

Unterstützt wird „Bühne raus…!“ wieder von der Sparkassenstiftung Castrop-Rauxel. „Wir freuen uns über die finanzielle Zuwendung und sind sehr froh, dass wir einen der Spielzeit-Höhepunkte nun doch noch erleben dürfen“, so Günter Wohlfarth.

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