Wohnungs-Mangel in Castrop-Rauxel? So sollen neue Wohnungen entstehen

hzStadtverwaltung

Der Wohnungsmarkt ist in Castrop-Rauxel heiß umkämpft. Und neuer Wohnraum ist rar. Unsere Umfrage ergibt: Die Castrop-Rauxeler sind mit der Situation auf dem Wohnungsmarkt unzufrieden.

Castrop-Rauxel

, 15.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bau- und Wohnungspolitik in Castrop-Rauxel gestaltet sich nicht gerade einfach. Viele Einflussmöglichkeiten hat die Stadt nicht. Pressesprecherin Uta Stevens gibt der Redaktion auf Anfrage bekannt: „Der Wohnungsmarkt der Stadt Castrop-Rauxel wird maßgeblich von privaten Einzeleigentümern und privaten (Wohungsbau-) Gesellschaften unterschiedlicher Größe geprägt.“

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Um mehr Einfluss auf den Bau in der Stadt zu haben, wurde die Entwicklungsgesellschaft ECAS GmbH gegründet. Die Stadt verspricht sich davon viel, wie Stevens erklärt: „Mit der ECAS GmbH wird eine aktive Wohnbaulandentwicklung wieder möglich. Dadurch, dass die Stadt gemeinsam mit der Sparkasse Vest die Gesellschaft bildet, können Grundstücke erworben und entwickelt werde.“

Bei unserer Umfrage: „Die Stadtverwaltung in Castrop-Rauxel“ haben 528 Personen teilgenommen. In der Umfrage wurden die Leser zu verschiedenen Bereichen des Stadtgeschehens befragt, unter anderem zu den Themen Verkehr, Wohnungsbau, Kultur und Erscheinungsbild der Stadt.

Es ist schwer, eine Wohnung zu finden

Momentan sind die Castrop-Rauxeler in jedem Fall unzufrieden. In unserer Umfrage zur Stadtverwaltung erklärten 255 der Befragten, dass es schwer sei in Castrop-Rauxel eine geeignete Wohnung zu finden. Nur 36 Teilnehmer verneinten, dass es schwer sei eine passende Wohnung zu finden.

Die Castrop-Rauxeler haben auch eine genaue Vorstellung davon, was die Stadt gegen die Probleme tun könnte. Die meisten Teilnehmer wünschen sich, dass die Stadt selbst bezahlbare Wohnungen baut. Diesem Vorschlag würde die Stadt mit der ECAS GmbH nachkommen.

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Städtische Interessen sollen direkt einfließen

Die Stadt erklärt dazu schriftlich: „Mit der Entwicklungsgesellschaft gewinnt die Stadt Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Flächenentwicklung und insbesondere bei der Bereitstellung von Wohnbauland zurück. Geschäftsführerin ist Stadtbaurätin Bettina Lenort, worüber die städtischen Interessen direkt einfließen. Zudem ist ein Beirat als Beratungsgremium installiert, der auch mit politischen Vertretern besetzt wird.“

Auch die verstärkte Ausweisung von Bauflächen ist ein von vielen Bürgerinnen und Bürgern unterstützter Vorschlag. Hier sind die Zahlen der Stadt nicht zu differenzieren. Die Pressestelle gibt bekannt: „Im Jahr 2019 wurden 289 Gebäude (Wohn- und Nichtwohngebäude) genehmigt/fertiggestellt/neugebaut oder an diesen fanden Baumaßnahmen statt“.

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Trotzdem gibt es einen Überblick über die neu entstandenen Wohnungen durch das Landesinstitut für Statistik. Dies "verzeichnet auf Grundlage einer Gebäude- und Wohnungszählung für das Jahr 2019 148 neue Wohnungen“, erklärt die Pressestelle der Stadt.

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