Zoff um Grundstück im Erinpark: Investor wirft Bürgermeister „Wortbruch“ vor

hzErinpark

Um das letzte freie Grundstück im Erinpark wird kräftig gestritten. Ein Investor wirft Bürgermeister Rajko Kravanja Wortbruch vor und hat an den Landrat geschrieben. Doch es gibt Widerspruch.

Castrop-Rauxel

, 17.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Castrop-Rauxeler FDP-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Nils Bettinger hat Benjamin Schmudde neulich den Ratschlag gegeben, doch nach der Kommunalwahl auf die Fraktionen zuzugehen, die dann die Mehrheit haben. Schmudde möchte gerne den Zuschlag fürs letzte freie Grundstück im Erinpark bekommen.

Eventuell fällt eine Entscheidung aber schon vor dem 13. September. Eine, die Schmudde und seiner Familie überhaupt nicht gefällt. Weil das Grundstück im prominenten Eingangsbereichs des Technologie- und Gewerbeparks im Schatten des denkmalgeschützen Förderturms an einen anderen Interessenten gehen könnte.

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Und nicht an Schmudde, der neben dem Grundstück an der Erinstraße für die Halle von BPS-Stahl ein zweites für einen Bürotrakt kaufen möchte.

Jetzt ist die Rede von einem Ärztehaus im Erinpark

Seitdem bekannt ist, dass es eine weitere Standort-Anfrage gibt - die Rede ist von einem Ärztehaus - tobt mehr oder weniger heftig ein dicker Streit, wer wen nicht verstanden haben könnte. Benjamin Schmuddes Vater Markus spricht gar von einem „Wortbruch“ des Castrop-Rauxeler Bürgermeisters Rajko Kravanja.

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Markus Schmudde hat Landrat Cay Süberkrüb eine lange Mail geschickt. Darin findet sich nicht nur eine Auflistung der Firmengeschichte von Camas und BPS-Stahl, sondern eben auch eine minutiöse Schilderung mehrerer Gespräche mit dem Bürgermeister und mit anderen Beteiligten.

Schmudde: Das war die Rache für die Videos mit der CDU

Die Aussage der Schmuddes: Rajko Kravanja sei aus Rache für Videos mit der CDU wortbrüchig geworden. Es habe neben der Zusage für das mittlerweile planierte Grundstück (das tatsächlich im Dezember 2019 verkauft wurde) auch eine mündliche Zusage für das kleinere Eckgrundstück direkt daneben gegeben.

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Markus Schmudde kündigt gegenüber unserer Redaktion an: „Wir prüfen rechtliche Schritte – auch auf Schadensersatz.“ Schließlich seien Planungskosten auch dadurch entstanden, dass man weitere Architekten eingebunden habe.

Kravanja sagt, es seien keine Vorschläge mehr gekommen

Und noch beim Besuch unlängst vor Ort an der Erinstraße mit SPD-Landratskandidat Michael Hübner sei es erneut um das Eckgrundstück für den Bürotrakt gegangen, sagt Benjamin Schmudde.

Bürgermeister Rajko Kravanja weist das als falsche Behauptung zurück. Schmudde habe seit November 2019 keine weiteren Entwürfe für das Eckgrundstück mehr vorgelegt. Deshalb habe man die Fläche erneut am Markt präsentiert.

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Mit dem bekannten Ergebnis, dass es einen weiteren Interessenten gebe. Und wenn der seine Pläne vorlege und der Kunst- und Gestaltungsbeirat einverstanden sei, könne es durchaus schnell gehen. Und zwar auf dem üblichen Weg, die Vergabe durch den Flächenentwickler NRW.Urban.

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