Castrop-Rauxel hat zwei neue Gebäude auf der Denkmalliste

Denkmalschutz

Auf der Denkmalliste der Stadt Castrop-Rauxel stehen viele Wohngebäude und markante Bauwerke. Nun kommen zwei neue Bauwerke dazu, die prägend im Stadtgebiet sind.

Castrop-Rauxel

, 15.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Castrop-Rauxel hat zwei neue Gebäude auf der Denkmalliste

Die Lambertuskirche in Castrop dokumentiert insgesamt drei Epochen, die noch heute von außen gut sichtbar sind. © Jens Lukas

Die Marktschule in Ickern, der Förderturm der Zeche Erin, das Gebäude des Jugendzentrums „BoGis“ und das Bürgerzentrum Merklinde - alle diese Gebäude haben eines gemeinsam: Sie stehen auf der Denkmalliste der Stadt Castrop-Rauxel.

Zu den über 100 Gebäuden auf der Denkmalliste gesellen sich nun zwei weitere Bauwerke: die Evangelische Johanneskirche Schwerin-Frohlinde am Hohen Weg 2 und der Kirchplatz der Katholischen Pfarrkirche St. Lambertus Castrop.

Das ist die Begründung für den Denkmalschutz der Johanneskirche

„Das Kirchengebäude dokumentiert die ortsgeschichtlichen Entwicklungen, hier speziell das Bevölkerungswachstum im Stadtteil Schwerin nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Aufnahme von heimatvertriebenen Deutschen aus den früheren Ostprovinzen und das örtliche Anwachsen der Bevölkerung auf Grund der industriellen Entwicklung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg“, heißt es im Amtsblatt der Stadt Castrop-Rauxel zur Evangelischen Johanneskirche.

Gebaut wurde die Kirche in den Jahren 1959 und 1960. Mit den Fundamentierungsarbeiten wurde am 16. Mai 1959 begonnen.

Diese Baudetails stehen unter Denkmalschutz

Denkmalwert ist das Kirchengebäude mitsamt Turm, Seitenflügel (Sakristei), der bauzeitlichen Ausstattung und der kartierten Freiflächen. „Mit ihrer regelmäßigen

siebeneckigen Gestalt stellt sie darüber hinaus eine überaus seltene, wahrscheinlich eine singuläre Grundform dar, weil meist sechs- und achteckige Lösungen dominierten“, beschreibt die Stadt Castrop-Rauxel das Gebäude im Amtsblatt.

Castrop-Rauxel hat zwei neue Gebäude auf der Denkmalliste

Die Johanneskirche stellt mit ihrer siebeneckigen Gestalt eine überaus seltene, wahrscheinlich eine singuläre Grundform dar. © Archiv

Die St.-Lambertus-Kirche ist laut Amtsblatt „ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte und der Bau- und Kirchenkunst“. So stammt ein Vorgängerbau, dessen Fundamente bei Ausgrabungen entdeckt worden sind, vermutlich aus der Zeit um 800 nach Christus. „Die Kirche dokumentiert insgesamt drei Epochen, die noch heute von außen gut sichtbar sind“, heißt es im Amtsblatt.

Die alte Lambertuskirche ist etwa zwischen 1235 und 1255 erbaut worden. 1889/90 kam es zu einem großangelegten Um- und Neubau der Kirche.

Darum steht die Lambertuskirche nun unter Denkmalschutz

Denkmalwert ist die gesamte Kirche sowie folgende Ausstattungsstücke: das Sakramentshaus, die Monstranz, das Altarbild „Johannes auf Patmos“, das Triumphkreuz, der Flügelalter, die Muttergottes mit Kind und der Altaraufsatz aus dem Jugendstil.

Denkmalwert ist zudem nun neu der gesamte, die Kirche umgebende Kirchplatz einschließlich der steinernen Umrandung, den sichtbaren Resten der historischen Umfassungsmauer des ehemaligen Friedhofs (südwestlich) sowie der großen Zugangstreppe (westlich).

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