Zwischen vielen guten Vorsätzen und zu großer Bequemlichkeit

Redakteur
Mehr Arbeit in Haus und Garten hat sich unser Autor für 2022 vorgenommen. Oder so.
Mehr Arbeit in Haus und Garten hat sich unser Autor für 2022 vorgenommen. Oder so. © picture alliance / dpa
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Darf man am 14. Januar noch gute Vorsätze fürs neue Jahr haben? Oder sind die schon längst wieder über Bord geworfen, weil das Bier doch zu gut schmeckt und das Joggen ja vielleicht lieber im Sommer begonnen werden sollte oder das Fitness-Studio wegen Corona jetzt doch kein so geeigneter Ort ist?

ZUR KOLUMNE

In den „Wohn(t)räumen“ befasst sich Thomas Schroeter regelmäßig auf sehr persönliche Art mit dem Wohnen. Da kann es um neue Trends gehen, um Wohnphilosophien, um Bauärger oder Küchendeko. Einfach um alles, was das Wohnen im Alltag ausmacht.

Ich habe mir für das Jahr 2022 auf jeden Fall viel vorgenommen, was Haus und Garten betreffen. Denn sowohl hier als auch da ist doch viel liegen geblieben im alten Jahr 2021. Dabei ist man ja wegen Corona viel mehr zu Hause als früher.

Aber sich dann auch wirklich aufzuraffen, endlich die seit drölf Jahren fehlende Lampe endlich anzubringen (die kahle Stelle im Arbeitszimmer ist mir gar nicht mehr aufgefallen) oder die Farb-Macke an der Wand zu beseitigen, die vom Transport des neuen Sofas 2020 stammt (ach ne, das war schon 2018, wie die Zeit vergeht), die war dann doch nie da.

Und im Garten hat es irgendwie auch nie dazu gereicht, die Kuddelmuddel-Ecke hinter dem Sichtschutz da hinten, wo eh niemand je ist, mal aufzuräumen (ja, ich habe es schon mindestens sechs Mal versprochen). Von der Garage ganz zu schweigen, die schon lange nicht mehr Platz für ein Auto bietet, auch wenn sie überlang ist.

Aber jetzt, also 2022, da wird alles anders. Ich habe mir eine Excel-Liste angelegt mit To Dos und dafür nötigen Besorgungen und notwendigen Werkzeugen und einem groben Zeitplan, der mir bestimmt helfen wird, die paar Aufgaben in angemessener Zeit über die Bühne zu bringen.

Wäre ja auch gelacht, wenn mir das Haus über den Kopf wachsen sollte und der Garten sowieso am A… vorbei ginge, wie es meine Frau mir mal in einer nicht ganz so stillen Stunde vorgeworfen hat (das vergessen Sie jetzt bitte ganz schnell, ok?).

Ich gestehe: Ich sitze lieber

Ich gebe zu, dass ich lieber im Garten sitze, als darin zu arbeiten. Und ich gebe auch zu, dass mir ein zweistündiges Beisammensein mit einem guten Buch mehr Freude bereitet als ein zweistündiges Wurschteln in der Garage, dem dann auch noch eine Fahrt zum Recyclinghof folgen müsste und ein Streichen der endlich wieder freien Wand und und und

Kennen Sie das auch? Ein Haus ist ja wirklich eine echte Freude. Noch größere Freude würde ich aber empfinden, wenn es von jemandem gepflegt und gehegt und in Ordnung und in Stand gehalten würde, der nicht ausgerechnet identisch mit meiner Person ist.

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