So soll der Lagerhallen- und Garagen-Park mit seinen 160 Einheiten nach der Fertigstellung aussehen. © Copyright: Box-It
Creativ-Quartier

Auf dem Zechengelände: Neue Baustelle für ein Mietboxen-Lager

Auf dem ehemaligen Zechengelände in Dorsten sind auf einem weiteren Grundstück die Bagger angerollt. Hier finden demnächst Privatleute Platz, ihre Dinge unterzubringen und aufzubewahren.

Solo-Handwerker oder Mini-Gewerbebetriebe brauchen sich gar nicht erst zu bewerben. „Auch Autoschrauber nicht“, sagt Hans-Martin Diehl. „Deswegen haben wir ausdrücklich auf Wasseranschlüsse verzichtet.“ Sein Lager-Konzept, so sagt der Geschäftsführer der Firma „Box-it“ aus dem Siegerland, richte sich an eine andere Klientel als die üblichen „Maxi-Garagen“, die an immer mehr Standorten aus dem Boden schießen. „Wir sprechen die privaten Kunden an, die hier ihre Dinge unterbringen wollen, die ihnen lieb und teuer sind.“

Auf dem ehemaligen Zechengelände Fürst Leopold am Hainichenring hat Hans-Martin Diehl von der Tempelmann-Gruppe ein rund 3.300 Quadratmeter großes Grundstück erworben.

160 Lagerboxen und Garagen

Direkt neben RAG-Wasserhaltungsstandort und Tisa-Archiv im Schatten des Förderturms haben vor gut zwei Wochen die Bauarbeiten für seinen bundesweit inzwischen siebten „Selfstorage-Park“ begonnen. 160 Lagerboxen und Garagen, zwischen zehn und 30 Quadratmeter groß, Gesamtinvestition: 4,4 Millionen Euro. „Innerhalb von fünf Tagen waren alle verfügbaren Einheiten verkauft“, sagt er.

Dass sich der Unternehmer nach Städten, wie beispielsweise Siegen, Hildesheim, Leipzig oder Münster, nun auch in Dorsten ansiedelt, hat vor allem mit Ulrich Meißner zu tun. Der Sachverständige für Bauwesen hat sich bereits mit kleinen Anteilen an den „Box-It-Parks“ in Duisburg und Bielefeld beteiligt und hält an dem von „Box-It“ verwalteten Dorstener Projekt einen 25-prozentigen Anteil als rentable Wertanlage.

V.l.: Heidrun und Hans-Martin Diehl (Geschäftsführer Box-It) sowie der Dorstener Ulrich Meißner, Mit-Investor des geplanten Self-Storage-Parks auf dem Zechengelände.
Im Bild (v.l.): Heidrun und Hans-Martin Diehl (Geschäftsführer Box-It) sowie der Dorstener Ulrich Meißner, Mit-Investor des geplanten Self-Storage-Parks auf dem Zechengelände. © Michael Klein © Michael Klein

Seine rund 40 Einheiten will der Dorstener dann vermarkten und vermieten, wenn die Lagerhallen voraussichtlich zu Weihnachten „bezugsfertig“ sind. „An Interessenten, die einen trockenen, beheizbaren und befahrbaren Platz für Möbel, Fahrzeuge, Hobbyausrüstung, Akten, Waren oder Werkzeug benötigen“, zählt er einige Nutzungsmöglichkeiten auf. Die monatlichen Brutto-Mietpreise liegen durchschnittlich bei gut zehn Euro pro Quadratmeter.

In Massivbauweise

Der Dorstener betont, dass die Lager-Einheiten in Massivbauweise, sprich: in Beton-Fertigteilen errichtet werden. Zwei Geschosse sind sie hoch („inklusive Aufzug“), haben Stromanschlüsse und Internet-Verbindung. Die „Dachlandschaft“ des in grün-grauer Farbkombination gehaltenen Box-It-Projekts wird mit Photovoltaik-Anlagen bestückt.

„Das Gelände wird eingezäunt, mit Schließanlage und Überwachungskameras ausgerüstet, da kommt kein Fremder rein“, sagt der Dorstener. Dass sich die Investition rentieren wird, steht für Hans-Martin Diehl und Ulrich Meißner außer Frage.

„Dorsten hat ein großes Einzugsgebiet“, sagt der Box-It-Geschäftsführer. „Bei unseren anderen Standorten hat sich gezeigt, dass die Nutzer durchaus eine halbe Stunde Autofahrt auf sich nehmen, um zu ihren Lagerräumen oder Garagen zu gelangen.“

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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