Daniel Lohbeck (r.) und Jovan Ismail haben das Food-Franchise „Tastyfied“ gegründet und gehen nun mit ihrer ersten Marke „Pommesbuben" in Dorsten an den Start. © Guido Bludau
Mobile Gastronomie

Neues Food-Franchise aus Dorsten startet mit „Pommesbuben“ an zwei Standorten

Ein Dorstener und sein Kumpel haben ein Franchise-Unternehmen für mobile Gastronomie gegründet. Die erste Marke „Pommesbuben“ geht demnächst an zwei Standorten in Dorsten an den Start.

Am Anfang vieler Gründergeschichten steht eine erst mal nicht ganz ernst gemeinte Idee. Das war bei Daniel Lohbeck und Jovan Ismail nicht anders. Lass uns doch eine Pommesbude aufmachen, haben sich die Freunde gedacht. Lust, etwas Eigenes aufzubauen, hatten sie schon lange.

Gut zwei Jahre später ist aus der Idee mit der Pommesbude das Franchise-Unternehmen „Tastyfied“ geworden. Beim Fanchising können selbstständige Unternehmer eine etablierte Geschäftsidee gegen Gebühr nutzen. Im Fall von „Tastyfied“ ist das ein Konzept für mobile Gastronomie.

„Wir bauen gastronomische Einheiten, die mobil sind, aber trotzdem wie eine stationäre Einrichtung anmuten“, sagt Daniel Lohbeck. „Und wir kümmern uns um Lieferanten, Genehmigungen, Marketing und alles, was sonst noch anfällt.“ Der Franchisenehmer müsse sich im Prinzip nur noch die Schürze umbinden und loslegen.

Seecontainer zu Imbissbude umgebaut

Bei den Gastro-Einheiten handelt es sich umgebaute Seecontainer mit Küche und Verkaufsklappe, die komplett autark sind. „Gastromobilie“ nennen die Gründer so einen umgebauten Container. Per Gabelstapler kann der Container relativ zügig auf einen 40-Tonner geladen und zu einem anderen Standort transportiert werden.

Die Gründer haben Seecontainer zu voll funktionsfähigen Imbissbuden umgebaut, die per Gabelstapler auf einen Sattelschlepper geladen und zu einem anderen Standort transportiert werden können. © privat © privat

„Dadurch gibt es wenig Barrieren, an einen Standplatz zu kommen“, sagt Daniel Lohbeck. Zum Unternehmen gehört auch ein klassischer Foodtruck, der an Wochenenden beispielsweise für Events gebucht werden kann.

Viel Zeit, Schweiß und eine sechsstellige Summe stecken in dem Food-Start-Up. Um zu beweisen, dass ihr Konzept funktioniert, sind Lohbeck und Ismail nun quasi selbst ihr erster Franchisenehmer und bringen „Pommesbuben“ in Dorsten an den Start – die erste Marke unter dem „Tastyfied“-Dach.

Auch einen Foodtruck haben Daniel Lohbeck und Jovan Ismail gebaut. Der kann zum Beispiel für Events gebucht werden. © privat © privat

An zunächst zwei Standorten in Dorsten wollen sie ihre Pommes künftig verkaufen: bei Megawash auf dem ehemaligen Zechengelände in Hervest und am Endelner Feld in Rhade direkt an der Autobahnauffahrt. „Wir hoffen, dass es im Mai losgehen kann“, sagt Daniel Lohbeck. Der 36-jährige Rhader möchte vor allem mit lokalen Unternehmen kooperieren und hat unter anderem in einem Wulfener Lebensmittel-Großhändler auch schon einen Partner gefunden.

Das richtige Produkt zu finden, war für die Pommes-Liebhaber gar nicht so einfach. Lange vor Corona trafen sie sich mit 30 Freunden in einer Event-Küche zum großen Pommes-Tasting. Da wurde so lange frittiert und probiert, bis die richtigen gefunden waren.

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Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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