Tiemeyer-Gruppe fährt trotz Pandemie ein sattes Umsatzplus ein

Autos sind auch in der Pandemie gefragt. Aktuell vor allem Wohnmobile. Die seit diesem Jahr auch in Dorsten vertretene Tiemeyer-Gruppe hat ihren Umsatz um gut 100 Millionen Euro gesteigert.
Heinz-Dieter Tiemeyer (r.) und Michael Evers aus dem Vorstand der Tiemeyer-Gruppe freuen sich über ein gutes Ergebnis trotz Pandemie. © Privat

Trotz Pandemie hat die Tiemeyer-Gruppe im Geschäftsjahr 2019/20 ihren Umsatz steigern können. Die Autohandelsgruppe mit Sitz in Bochum, die seit der Übernahme der Köpper-Häuser (VW und Audi) an der Borkener Straße und am Duvenkamp auch in Dorsten vertreten ist, verkaufte rund 33.000 Fahrzeuge im abgelaufenen Geschäftsjahr und setzte insgesamt 790 Millionen Euro um. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 107 Millionen Euro.

„Die Pandemie hat selbstverständlich auch uns vor ungeahnte Herausforderungen gestellt“, sagt Inhaber und Vorstandsvorsitzender Heinz-Dieter Tiemeyer. Dass man diese „bisher hervorragend bewältigen konnte“, sei ein Verdienst der gesamten Belegschaft, die kürzlich zum dritten Mal eine Corona-Prämie erhalten habe. „Anhand unserer Erfahrungswerte aus dem ersten Lockdown und der

darauf aufbauenden guten Vorbereitung auf den weiteren Verlauf der Pandemie haben wir Chancen für unser Geschäft erkannt und genutzt.“

Ein Monat Kurzarbeit im Frühjahr 2020

Kurzarbeit hat es lediglich für einen Monat im Frühjahr 2020 gegeben. Einen Pandemie-bedingten Stellenabbau gab es Unternehmensangaben zufolge nicht. Durch die Übernahme der Köpper-Häuser in Dorsten und Dülmen sind rund 150 Mitarbeiter dazugekommen. An ihren 27 Standorten beschäftigt die Tiemeyer-Gruppe knapp 1.600 Mitarbeiter. Darunter 220 Azubis, die in acht Ausbildungsberufen ausgebildet werden.

Obgleich Kunden immer noch persönlichen Kontakt und Beratung schätzen, liegt ein besonderer Fokus auf dem Ausbau des Onlinevertriebs: „In zehn Jahren werden mindestens 40 Prozent der Käufe online getätigt“, prognostiziert Heinz-Dieter Tiemeyer.

Wohnmobile sind 2021 der Renner

Die Pandemie wirkt sich auch auf die Bedürfnisse der Kunden aus. In Zeiten von Beherbergungsverboten und Reisewarnungen sind Wohnmobile gerade der Renner: Tiemeyer verkaufte in 2021 bislang schon dreimal so viele Wohnmobile der California-Reihe von Volkswagen wie im Vorjahr.

In Sachen Elektromobilität will die Autohandelsgruppe sich als bedeutender Anbieter in Nordrhein-Westfalen etablieren. Inzwischen seien sämtliche Betriebe mit Ladesäulen ausgestattet: 600.000 Euro wurden in die Infrastruktur investiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden knapp 500 Elektro- oder Hybridfahrzeuge verkauft.