Digitalisierung

Vereinte Volksbank passt das Banking dem Leben ihrer Kunden an

Weil das Leben keine Öffnungszeiten hat, passt sich die Vereinte Volksbank immer mehr dem Kundenverhalten an und erweitert die Online-Betreuung für ihre Privat- und Firmenkunden.
Johannes Humbert (M.) wurde verabschiedet von Martin Wissing (v.r.), Friedrich Steinmann, Johannes Becker, Dirk Richter und Ingo Hinzmann. © Vereinte Volksbank

Mit Patricia Funke hat die Vereinte Volksbank ein neues Gesicht in ihrem Aufsichtsrat. Sie folgt Johannes Humbert nach, der für 20 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Kontrollgremium geehrt wurde. Die Wahl erfolgte in der Vertreterversammlung des Genossenschaftsinstituts am Montagabend.

Die Mitgliedervertreter waren unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Friedrich Steinmann zum zweiten Mal in digitaler Form zusammengekommen. Sie hatten sich vor Ehrung, Wahlen und Satzungsänderungen über die positive Geschäftsentwicklung und anstehende Innovationen ihrer Volksbank informiert.

„Das Leben hat keine Öffnungszeiten“, hatte Martin Wissing im Bericht des Vorstandes deutlich gemacht. Entsprechend habe die Vereinte Volksbank die Zugangswege für ihre Mitglieder und Kunden erweitert, „damit sich Banking ihrem Leben anpasst und nicht uns“. Allein im Beratungs-Center Privatkunden arbeiten mittlerweile 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schnell und unkompliziert telefonisch oder digital zur Seite stehen. Zudem wurde ein Business-Center geschaffen, in dem gut 2.000 Unternehmerinnen und Unternehmer betreut werden.

Digitalisierung hat durch Corona Fahrt aufgenommen

Aufgestockt wurden die Beratungskapazitäten im Private Banking, und zwar sowohl für den Privatkunden- als auch für den Firmenkundenbereich. Mit der ebenfalls neuen Vertriebsmarke „Junge Vereinte“ sprechen drei junge Bankkaufleute ganz gezielt Kunden und Nichtkunden von 18 bis 30 Jahren an.

In der neu geschaffenen Innovationswerkstatt geht es um relevante Zukunftsthemen. Dazu gehört die Digitalisierung, „die in der Corona-Zeit richtig an Fahrt aufgenommen hat“, sagte Wissing: „Auch wir merken einen deutlichen Rückgang bei der Frequenz in den Geschäftsstellen und eine deutliche Zunahme über die Online-Kanäle.“

Noch nie ist die Bilanzsumme so stark gewachsen wie 2020

Die Bilanzsumme wuchs im Jahr 2020 um 11,9 Prozent auf jetzt 1,8 Milliarden Euro. Dies ist der bisher stärkste Anstieg der Bilanzsumme der Vereinten Volksbank überhaupt. Ein wesentlicher Treiber war die anhaltend hohe Nachfrage im Kundenkreditgeschäft, sowohl privat als auch gewerblich. Die eigenen und vermittelten Darlehn stiegen um 6,9 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Zudem wurden Fördermittel-Anträge im Wert von fast 50 Millionen Euro bearbeitet. Das Kundenanlagevermögen stieg um 8,4 Prozent auf jetzt 1,92 Milliarden Euro.

Nachdem im vorigen Jahr wegen der erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie vorsichtshalber keine Dividende für 2019 ausgeschüttet wurde, werden diesmal vier statt zwei Prozent Dividende gezahlt. Die Mitglieder erhalten darüber hinaus einen Bonus. Insgesamt werden bis zum 22. Juni rund 730.000 Euro ausgezahlt.

Patricia Funke folgt Johannes Humbert im Aufsichtsrat

Nach 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Aufsichtsrat schied Johannes Humbert aus dem Gremium aus Altersgründen aus. Vorstand und Aufsichtsrat dankten dem Dorstener Unternehmer für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Vorstandsmitglied Ingo Hinzmann nannte Humbert einen Mann „der leisen und bedachten Töne“, der sich intensiv ehrenamtlich einbringe – nicht nur in seiner Volksbank. Friedrich Steinmann zeichnete Humbert mit der Goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes aus.

Den freigewordenen Sitz im Aufsichtsrat nimmt jetzt Patricia Funke aus Dorsten ein. Die 47-Jährige ist Mitglied des Vorstands der Funke Medical AG in Raesfeld. Ebenso gewählt wurden Friedrich Steinmann und Björn Wesler, die vom Aufsichtsrat zur Wiederwahl vorgeschlagen worden waren.

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