Ein Feuerwerk am Mittag und eine Sektdusche begrüßten die Läufer nach 500 Kilometern

100-Stunden-Aktion

Für die 100-Stunden-Aktion in Grafenwald haben Jugendliche geputzt, gegärtnert, gekocht und gebastelt. Und sind 500 Kilometer gelaufen. Jetzt warten sie auf den Kassensturz.

Grafenwald

, 02.01.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Feuerwerk am Mittag und eine Sektdusche begrüßten die Läufer nach 500 Kilometern

Gebührend wurden die Läufer, die 500 Kilometer in den vergangenen Tagen zurücklegt hatten, in Grafenwald empfangen. © Julian Schäptertöns

Die Kirchturmglocke läutete um 12 Uhr, als die acht Läufer im Nebel erschienen. Mit einem Feuerwerk und einer Sektdusche wurden sie von den restlichen Jugendlichen, die an der 100-Stunden-Aktion in Grafenwald teilgenommen hatten, begrüßt. 500 Kilometer zu Fuß durch fünf Länder liegen hinter ihnen. Aber auch für die anderen Teilnehmer waren die 100 Stunden im Pfarrheim kein Spaziergang.

„Anstrengend“, beschreibt Matthias Löns vom Organisationsteam der 100-Stunden-Aktion die vergangenen Tage. Seit dem 27. Dezember ackerten um die 50 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften für den guten Zweck. Es wurde gekocht, gebastelt, Gärten auf Vordermann gebracht oder Fahrräder geputzt. Und das 100 Stunden am Stück bis Silvester um 12 Uhr mittags.

Spendenlauf führte von Freiburg nach Grafenwald

Einen Spendenlauf der besonderen Art gab es in diesem Jahr selbstverständlich auch wieder. Von Freiburg bis nach Grafenwald wurden 500 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Gestartet sind die Jugendlichen bereits am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags. Über eine GPS-Übertragung konnten die Jugendlichen im Pfarrheim beobachten, wo sich die Läufer gerade befanden. Gelaufen wurde in Staffeln. Jeder Läufer war circa eine Stunde unterwegs, bis gewechselt wurde. Und das auch mitten in der Nacht. Für die zurückgelegten Kilometer gibt es nun von den Sponsoren Geld.

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Erlös für die Rolli-Rockers-Sprösslinge und PuBiMa

Vier bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht hat Matthias Löns in den vergangenen Tagen bekommen. Aber er und die anderen Jugendlichen wissen genau, wofür sie diese anstrengende Zeit in Kauf nehmen. Schließlich wird Geld gesammelt, um einen guten Zweck zu unterstützen. In diesem Jahr sind der Verein Rolli-Rockers-Sprösslinge und der Förderverein PuBiMa des katholischen Kindergartens St. Cyriakus die Begünstigten.

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„Die Unterstützung im Dorf ist immer sehr gut“, erzählt der 24-jährige Matthias Löns. Und so war es auch in diesem Jahr, und es war so gut wie immer was zu tun für die Jugendlichen. Ob die Rekordsumme von 20.126 Euro aus dem Jahr 2017 getoppt werden kann, kann man jetzt noch nicht sagen. In den nächsten Wochen wird das Geld gezählt und am Neujahrsempfang der Gemeinde (19. Januar) die Summe bekannt gegeben.

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