170 Dorstener feierten mit französischen Freunden

30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée

Am Pfingstwochenende fuhren 170 Dorstener mit drei Bussen ins französische Ernée, um dort das 30-jährige Bestehen dieser offiziellen Städtepartnerschaft zu feiern.

Dorsten

von Norbert Deseive

, 26.05.2015, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Von Erneér Bürgern gestaltetes Blumebeet anlässlich der Partnerschaftsfeier.

Von Erneér Bürgern gestaltetes Blumebeet anlässlich der Partnerschaftsfeier.

Organisiert von der Deutsch-Französischen Gesellschaft waren erstmalig Musiker der Schützenkapelle Rhade dabei, die mit der Musique Municipale ein gemeinsames Konzert gaben. Man verstand sich auf Anhieb prächtig, so dass weitere Besuche hinüber und herüber denkbar sind.

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30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée

Dorstener feierten am Pfingstwochenende (23.-25.5.) das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Ernée.
26.05.2015
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Am Pfingstmontag hieß es Abschied nehmen aus Ernée. Nächstes Jahr im Mai gibt es ein Wiedersehen in Dorsten.© Foto: Norbert Deseive
Lufballonwettbewerb zum Abschluss der Feierlichkeiten.© Foto: Norbert Deseive
Die Schützenkapelle Rhade beim Morgenkonzert im Freizeitpark von Ernée.© Foto: Norbert Deseive
Der ehemalige Student Jacques Cousin trifft auf Michael Oetterer. Der Vater, Fritz Oetterer, hat ihm damals aus seiner Notlage geholfen, als ihm in Dorsten der Rucksack gestohlen wurde.© Foto: Norbert Deseive
Von Erneér Bürgern gestaltetes Blumebeet anlässlich der Partnerschaftsfeier.© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
8594 Mit 38 Plakaten zur Deutsch-Französischen-Freundschaft gestalteten Schüler aus Ernée eine symbolische Mauer der Freundschaft.
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Der Friedensbaum wird gemeinsam von den Bürgermeistern gepflanzt© Foto: Norbert Deseive
In einem Festumzug ziehen die Dorstener Gäste gemeinsam mit den Bürgern aus Ernée zum neuen Sportzentrum.© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
Die beiden Bürgermeister Gérard Demonnier und Tobias Stockhoff unterzeichnen die Partnerschaftsurkunde.
Bild 8586 In einem Festumzug ziehen die Dorstener Gäste gemeinsam mit den Bürgern aus Ernée zum neuen Sportzentrum.© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
Im voll besetzten Saal findet der Festakt anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Dorsten und Ernée statt.© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
30 Jahre Städtepartnerschaft mit Ernée© Foto: Norbert Deseive
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Nach den gemeinsamen Abendessen und Wiedersehensfeiern in den Gastfamilien begann am Samstag der offizielle Festakt zu diesem Jubiläum mit den beiden Nationalhymnen. Bürgermeister Gérard Demonnier aus Ernée hielt seine Festrede in deutscher Sprache, und anschließend sprach Bürgermeister Tobias Stockhoff einleitend in der Sprache der Gastgeber. Tenor seiner Rede „In einem Krieg gibt es niemals Gewinner – in einer Städtepartnerschaft gibt es nur Gewinner.“ Anschließend sangen Schüler mit Unterstützung der beiden Musikkapellen die Europahymne, berichteten vom Entstehen ihrer persönlichen Freundschaften, zitierten wichtige Passagen des Elysée-Vertrages und lasen die 1985 unterzeichnete Partnerschaftsurkunde in beiden Sprachen vor.

Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde

Höhepunkt der Veranstaltung war die erneute Unterzeichnung dieser Urkunde. Die Bürgermeister verpflichteten sich dadurch, die Städtepartnerschaften weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Der anschließende Festumzug durch Ernée, vorbei an der 2009 von der Dorstener Künstlerin Gisela Paul mit Schülern aus beiden Städten gestaltete Mauer des Friedens, führte zum neuen Sportzentrum von Ernée.

Dort haben Schüler aller Jahrgangsstufen symbolisch eine „Mauer der Freundschaft“ errichtet, indem sie 38 Plakate zum Thema „Deutsch-Französische-Freundschaft“ vorstellten. Nach einem kurzen Umtrunk pflanzten die Bürgermeister Gérard Demonnier und Tobias Stockhoff zum Abschluss der Feierlichkeiten einen Friedensbaum mitten auf dem Vorplatz dieses neuen Sportzentrums. Nach dieser offiziellen Feier fand am Abend ein Festmahl mit knapp 500 Personen statt.

Tanzen bis in den Morgengrauen

Gegen Mitternacht wurde der Tanz eröffnet, und einige fanden erst beim Morgengrauen den Weg ins Bett. Der Sonntag wurde fröhlich gestaltet. Auf dem riesigen Gelände des Freizeitparks wurde von beiden Musikgruppen musiziert, Volkstänze wurden gemeinsam getanzt, ein Petanque-Turnier gespielt und als Abschluss ein Ballonwettbewerb gestartet. Wer glaubte, nach diesen anstrengenden Tagen wieder einmal ausschlafen zu können, hatte die Rechnung ohne die französischen Gastfamilien gemacht.

Es folgten ausgiebige Abendessen mit teilweise sich noch anschließenden Besuchen bei den Nachbarn. Schließlich hatte man sich viel zu erzählen. Und ausschlafen kann man später auch noch. Alle waren sich einig, dass die Organisatoren der Deutsch-Französischen Gesellschaft und des Comité de jumelage eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Bürgermeister Stockhoff fasste die Tage wie folgt zusammen: „Fantastisch. Perfekt. Ich bin überwältigt. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

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