28 Kinder in Erle unterwegs

Pingstbrutgruppen pflegen alten Brauch und sammeln Spenden

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

4031 Euro sind auf diese Weise ersungen worden. Das Geld ist zur einen Hälfte für die Sozialarbeit von Schwester Raphaela und Vita Venhoff in Neuguinea bzw. Borneo sowie für Aidshilfe im Bistum Windhoek in Namibia(Erzbischof Liborius) bestimmt. Die andere Hälfte fließt immer in ein PfarreiProjekt, diesmal in die Anschaffung zusätzlicher Meßdiener-Gewänder. Bereits am Pfingstsamstag waren die Gruppen im Dorf unterwegs, organisiert von Petra Haasler, die seit vielen Jahren die offene Kinder- und Jugendarbeit im Pfarrheim St. Silvester leitet. Die 28 Kinder wurden von weiteren Eltern auf ihren Wegen begleitet. 1304 Euro kamen beim eifrigen Sammeln in den meisten Straßen Erles zusammen. «Wir bräuchten noch mehr Kinder und Jugendliche, um alle Straßen abgehen zu können», so Petra Haasler. In den Außenbezirken bestehen lange Traditionen bei der Vorbereitung und Durchführung der Pingsterbrut-Aktion. In Westrich, Dämmerwald, Östrich und Wall ist jeweils eine Familie verantwortlich. Dort treffen sich die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen zur Vorbereitung der Bögen und zum Einsingen des Pingstbrutliedes, zum Schmücken des Wagens und vor allem, um die Frage zu klären, wer Pingsterbrut und Pingstermann sein wird. Meistens bekommen Kommunionkinder diese hohe Ehre. Einige Jugendliche kümmern sich um den Ablauf. Wenn es dann losgeht, fährt ein Vater den Trecker mit der lustigen Kinderschar im angehängten Wagen, der mit Birkensträuchern und bunten Bändern geschmückt ist. Am Pfingstmontag folgt das abschließende Treffen, um die vielen Süßigkeiten zu verteilen. Das Spendengeld haben die Gruppen schon am Pfingstsonntag beim Pastor abgeliefert: Östrich 900 Euro, Wall 216 Euro, Westrich 760 Euro und Dämmerwald 851 Euro.

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