70.000 Briefumschläge weisen auf eine wichtige Telefonnummer hin

Organspende

Die Stadt Dorsten engagiert sich bei der Aufklärung zur Organspende: Auf der Rückseite ihrer offiziellen Briefumschläge ist das Logo vom „Infotelefon Organspende“ abgebildet.

Dorsten

28.09.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
70.000 Briefumschläge weisen auf eine wichtige Telefonnummer hin

Das Bild zeigt die städtischen Briefumschläge mit dem Hinweis auf das Infotelefon der Deutschen Stiftung Organtransplantation. © Stadt Dorsten

Dieses Logo wurde speziell für diesen Zweck um den Slogan „Organspende – Einem Leben eine neue Chance geben“ ergänzt und ist nun ein aufmerksamkeitsstarker Blickfang auf 70.000 frisch gedruckte Briefumschläge.

„Mit dieser Aktion wollen wir als Stadtverwaltung die Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema Organspende lenken“, erklärt Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Daher freut es uns, dass die Deutsche Stiftung Organtransplantation und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Umsetzung dieser Idee, die aus der Bürgerschaft an uns herangetragen wurde, so schnell und unkompliziert unterstützt haben.“

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Letztes Jahr spendeten in Deutschland insgesamt 955 Menschen nach dem Tod ihre Organe, in Nordrhein-Westfalen waren es 163. Im ersten Halbjahr 2019 gab es 454 bzw. 90 Organspender. Auf der Warteliste für eine Transplantation stehen bundesweit aktuell etwa 9000 schwerkranke Patienten, denen ein gespendetes Organ eine neue Lebenschance ermöglichen würde.

Wichtige Aufklärung

Bürgermeister Tobias Stockhoff betont, wie bedeutend deswegen auch weiterhin die Aufklärung zu diesem Thema ist: „Organspende kann Leben retten, eventuell auch das eigene oder das von nahen Angehörigen. Es ist daher wichtig, dass sich jeder Einzelne informiert und eine Entscheidung trifft.“ Denn nur 36 Prozent der Deutschen haben einen Organspendeausweis – obwohl 84 Prozent der Organspende positiv gegenüberstehen.

Das größte Geschenk

Eine Organspende ist das größte Geschenk, das ein Mensch an einen anderen Menschen über seinen Tod hinaus weitergeben kann“, betont Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

Und weiter: „Wir begrüßen das Engagement der Stadt Dorsten und wünschen uns, dass es in anderen Städten Nachahmung findet. Denn die Organspende ist eine Gemeinschaftsaufgabe von allen und sollte daher sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft getragen werden. Wenn wir schwerkranken Patienten mit einer Transplantation helfen wollen, müssen wir uns auch gemeinsam für die Aufklärung über die Organspende einsetzen.“

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  • Das „Infotelefon Organspende“ ist ein gemeinschaftliches Projekt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 9 04 04 00 ist es montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Ein qualifiziertes Team beantwortet Fragen und versendet Informationsmaterial rund um das Thema Organ- und Gewebespende sowie Transplantation. Bei Bedarf werden erfahrene Fachleute aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Recht und Ethik hinzugezogen. Fragen und Bestellungen können auch unter infotelefon@organspende.de gesendet werden.
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