Meinung

Traue niemandem, der Dir einen Handyvertrag vorlegt!

Wer sich nicht auskennt, kann bei Handyverträgen schnell mal „überversorgt“ und teuer aus dem Telefonladen kommen, während sich drinnen jemand über seine Provision freut. Ein fieses Spiel.
Frau mit Handy in der Hand sitzt am Tisch.
Wer einen neuen Handyvertrag abschließen will, sollte sich vorher schon schlau machen, um nicht auf Abzocke hereinzufallen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Bloß nicht am Telefon einen neuen Handyvertrag abschließen! Die Warnung vor fieser Vertrags-Abzocke hat sich mir eingebrannt. Stets war der Laden vor Ort mit echten Menschen die erste Adresse, wenn es um Telefon oder Internet ging. Wie viele Anrufer habe ich zur Schnecke gemacht, um ja nicht übers Ohr gehauen zu werden?

Und jetzt? Jetzt legt die Verbraucherzentrale uns regelrecht nahe, dem Telefonladen unseres Vertrauens selbiges schnellstens wieder zu entziehen. Weil der nichts Besseres zu tun habe, als ein neues Gesetz zum Verbraucherschutz direkt zu unterlaufen. Von 198 Telefonläden in NRW hat lediglich einer (!) dem Kunden die neuerdings vorgeschriebene Vertragszusammenfassung freiwillig ausgehändigt. In Dorsten keiner von vier.

Ich fasse mal zusammen: Wer nicht schon vorher weiß, welche Datenmengen er zu bewältigen hat, wie viele Bits und Bytes er braucht, welche Funktionen sein Telefon auf gar keinen Fall haben muss oder welche Internet-Geschwindigkeit daheim vonnöten ist, ist ein geduldiges Opfer für Abzocker, die in Telefonläden und Handy-Abteilungen offenbar keine seltene Spezies sind.

Je teurer der Vertrag desto besser wohl die Provision für den Mitarbeiter. Dieses System lässt sich offenbar nur kontern mit dem Prinzip „Beratung schützt vor dem Berater“.

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