Aldi, Edeka und Rewe kämpfen mit den Folgen der Hitzewelle an den Kühlregalen

Technikprobleme

Der Totalausfall einer Kühlanlage im Hochsommer ist für einen Supermarkt eine Katastrophe. Neben Toom hatten auch andere Supermärkte in Dorsten ihre liebe Mühe bei 40 Grad Außentemperatur.

Dorsten

, 01.08.2019, 15:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aldi, Edeka und Rewe kämpfen mit den Folgen der Hitzewelle an den Kühlregalen

Alles wieder in Butter: Im Toom-Markt ist seit Mittwoch wieder das gewohnte Sortiment in der Kühlung zu finden. © Claudia Engel

Toom am Recklinghäuser Tor hatte vergangene Woche erhebliche Probleme mit der Kühlung ihrer Frischeware. Tagelang (von Donnerstag bis Dienstag) musste Toom das Sortiment herunterfahren, weil die Technik wegen der andauernden Hitzewelle in die Knie gegangen war.

„Mensch und Maschine sind auf Dauer auf solche Extreme nicht ausgerichtet“, antwortet die Rewe-Pressestelle in Köln auf unsere Anfrage. „Insofern kann es passieren, dass es vereinzelt bei Kälteanlagen kurzfristig zu technischen Störungen kommen kann.“ In Dorsten hieß das für die Toom-Kunden, sich bis Mittwochmorgen zu gedulden. Erst da hatten Besucher wieder Zugriff auf das komplette Warensortiment. Rewe betont aber, dass technische Störungen in bundesweit 3600 Rewe-Märkten Einzelfälle seien.

Mitarbeiter kämpften um Kühlung der Waren

Aber auch Aldi Nord und Edeka hatten ihre liebe Mühe, die Kühlung in ihren Supermarktstandorten in Dorsten aufrechtzuerhalten. Dr. Axel von Schemm, Sprecher Aldi Nord, räumte ein, dass sich im Markt an der Alleestraße und in Barkenberg im Pep-Geschäftszentrum Probleme ergeben hätten: „Dank der Aufmerksamkeit und der tollen Reaktion unserer Verkaufsmitarbeiter konnte ein Totalausfall der Anlage in der Alleestraße verhindert werden“, so von Schemm.

„Das Kühlwandregal wurde zeitweise geschlossen, unsere Mitarbeiter haben die darin angebotenen Produkte per Oberflächen- und Einstichthermometer regelmäßig dahingehend geprüft, dass die vorgegebenen Temperaturfenster eingehalten wurden.“ Eine „verhältnismäßig geringe Warenmenge an den Rändern der Kälterollos“ habe man aber vernichten müssen.

In Wulfen-Barkenberg seien kurzzeitig Teile des Kühlwandregals geschlossen worden. „Wegen der zeitlich eng getakteten Temperaturprüfungen konnten unsere Mitarbeiter rechtzeitg reagieren und den Außenverflüssiger des Kühlregals mit Wasser kühlen, um die Funktionsfähigkeit der Kühltechnik zu erhalten“, schildert Axel von Schemm den Notfalleinsatz.

Verkaufsstellen haben eine Liste mit Notfallnummern

Probleme, einen Vertragspartner für Kälte- und Kühltechnik kurzfristig zu organisieren, hat Aldi nicht: „Alle Verkaufsstellen verfügen über eine Liste von Notfallrufnummern. In beiden Dorstener Betrieben waren die Klima- und Kältetechniker zeitnah vor Ort und konnten Systemausfälle verhindern.“

Bei Edeka Honsel mussten die Techniker während der letzten Hitzeperiode „das eine oder andere Mal“ kommen, wie Ralf Honsel auf Anfrage sagte: „Gott sei Dank ist es aber zu keinem Warenschaden gekommen.“ Das war bei Toom der Fall: Etliche Lebensmittel landeten in der Tonne. Dazu sind die Betriebe nach dem Lebensmittelgesetz verpflichtet, wenn die Kühlkette versagt hat.

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