Alte Agathaschule war schon vor dem Feuer eine verbotene Zone

hzFeuerwehr-Einsatz

Das Feuer an der alten Agathaschule war am Wochenende der vorläufige Höhepunkt einer kleinen Serie von kriminellen Delikten. Das Gelände ist eigentlich eine „verbotene Zone“.

Dorsten

, 05.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Lkw-Auflieger ist ausgebrannt. Berge von Kleidungsstücken liegen davor auf dem Asphalt. Ganz in der Nähe sind drei zerstörte Fenster im Erdgeschoss notdürftig mit einer Holzplatte geschlossen worden. Die Fassade und auch die Räume dahinter haben Schaden genommen.

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Das Feuer auf dem Schulhof der ehemalige Agathaschule ist der vorläufige Höhepunkt einer Serie von bislang meist kleineren kriminellen Delikten. Bauzäune versperren nun den Zutritt zu der Stelle, wo es in der Nacht zu Sonntag brannte.

Einbruchsversuche gab es dort schön öfter, seit die Grundschule im Sommer 2019 an den Nonnenkamp umgezogen ist. Mittlerweile nutzt die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft „Dorstener Arbeit“ das Gebäude als Lager für ihre Altkleidersammlungen, aber nachts ist dort natürlich niemand mehr.

Sicherungsmaßnahmen nochmals verschärft

Die Stadt hat die Sicherheitsmaßnahmen schon vor dem Brand nochmals verschärft. Die Tore zum Schulhof sind repariert und geschlossen, obwohl Schulhöfe doch eigentlich öffentlich zugänglich sein sollen. Betreten verboten! Am Montag war allerdings ein Seitentor geöffnet.

Hausmeister des Rathauses sehen hier regelmäßig nach dem Rechten, aber eher nicht in den Abendstunden. Dafür behält ein Sicherheitsdienst das Gelände seit Januar „stichprobenartig“ im Auge, bestätigte die Stadtverwaltung nochmals. Der Verkauf des Areals am Voßkamp ist zwar beschlossene Sache, Verträge sind aber noch nicht unterschrieben. Somit hat die Stadt weiterhin die Aufsichtspflicht.

Die Polizei hat bislang noch keine Hinweise auf den oder die Täter. Den Schaden am Gebäude bezifferte sie am Montag auf etwa 35.000 Euro.

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