Alte B 223 verwirrt die Autofahrer

DORSTEN Nicht nur Online-Routenplaner haben noch immer nicht registriert, dass die Bundesstraße 223 in Dorsten nicht mehr existiert. Auch der druckfrische Atlas 08/09 vom ADAC bezeichnet die Kirchhellener Allee weiterhin als B 223.

von Von Michael Klein

, 10.01.2008, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei ist es inzwischen mehr als ein Jahr her, dass dort die Straßenschilder ausgewechselt wurden, dass aus der B 223 über Nacht die B 225 geworden war. Hintergrund: Dem Bund war irgendwann aufgefallen, dass ihm die Unterhaltungskosten für seine parallel laufenden Verkehrswege A 31 und B 223 zu hoch wurden. Was also tun? Ganz einfach: Ab Stadtgrenze Bottrop bis zur A 516-Auffahrt in Oberhausen wurde die B 223 zur Landesstraße L 623 deklariert, was die angenehme Folge für den Bund hatte, dass fortan das Land NRW für den Unterhalt dieser Straße verantwortlich war.

Navi-Probleme

Die Ex-B 223-Strecke auf der Dorstener Stadtgebiet blieb aber weiter unter Aufsicht des Bundes, das knapp fünf Kilometer lange Teilstück von der Grenze zu Kirchhellen bis zum Recklinghäuser Tor wurde jedoch der B 225 (Vestische Allee/Marler Straße) zugeschlagen.

Aber nicht nur die Online-Routenplaner, auch die Navigationsgeräte arbeiten häufig noch mit dem veralteteten Datenmaterial. Der Dorstener Klemens Pohl, der in der Feldmark wohnt, machte kürzlich die Probe aufs Exempel: "Der Navi gab mir die B 223 an." Für Auswärtige könne dies Folgen haben: "Die könnten sich doch glatt verfahren, wenn sie die B 223 als Ziel in Dorsten angeben."

Übrigens: Auch der Internet-Auskunftsdienst von "Klicktel.de" schickt seine Nutzer weiter auf die B 223. Dabei müsste das Ex-Dorstener Unternehmen es eigentlich besser wissen: Pendeln nach dem Firmen-Umzug nach Essen doch einige Dorstener Beschäftigte an ihren neuen Arbeitsort - und benutzen dabei vielleicht auch die Kirchhellener Allee, also die B 225.

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