Alte Öl- und Gasheizungen: Wann ein Austausch Sinn macht

Öl- und Gasheizungen gehören zum alten Eisen. Über die Hälfte der Geräte sind älter als 20 Jahre. Wann ein Austausch sinnvoll ist, sagt der Verband für Energiehandel.
Rot verkleidete Demonstranten tragen ein Transparent mit der Aufschrift „Fossil fuels have got to go“ (Fossile Brennstoffe müssen gehen) durch eine Straße am Tag des 4. globalen Klimastreiks © picture alliance/dpa/APA

In Deutschland gibt es derzeit rund 5,5 Millionen Ölheizungen und etwa doppelt so viele Gasheizungen. Das teilt uns der Verband für Energiehandel mit. Über die Hälfte dieser Geräte sind älter als 20 Jahre und sollten generell ausgetauscht werden – haben aber in der Regel einen Bestandsschutz. „Eine Austauschpflicht besteht nur für Geräte, die älter als 30 Jahre sind und nicht zur Kategorie der Niedertemperatur- und Brennwertgeräte gehört“, sagt uns Hans-Jürgen Funke, Sprecher des Energiehandels.

In vielen Häusern gibt es einen Modernisierungsstau. Die Verbraucherberatungen bieten deshalb Energieberatungen an. „Das kann allerdings nicht dazu führen, fossile Energien per se zu verteufeln. Modernste Öl- als auch Gasgeräte nutzen die Energie zu nahe 100 aus – sind also höchst effizient und verbrauchsarm und emittieren damit auch deutlich geringe CO2-Emissionen“, sagt der Verband für Energiehandel.

„Es ist also nicht die Technik, die nicht zum Klimaschutz taugt, sondern es sind die flüssigen und fossilen Brennstoffe. Allerdings wird zum Beispiel Öl in näherer Zukunft durch die Erzeugung eines synthetischen, CO2-freien flüssigen Brennstoffs zunehmend den Anforderungen der Klimaschutzziele mehr als gerecht. Ein Umstieg auf Wärmepumpen oder feste Biomasse, erst recht nicht an den Anschluss an ein Fern- oder Nahwärmenetz ist daher die zwingende Alternative“, erläutert der Fachverband.

Daher sei jeder, der heute eine Ölheizung besitzt, gut beraten, sich nicht nur einseitig von der Verbraucherzentrale, sondern von weiteren kompetenten Energieberatern, Schornsteinfegern oder Heizungsbauern umfassend aufklären zu lassen. Zudem bietet das Internet einen bequemen Weg einer umfassenden Information, u.a. unter www.zukunftsheizen.de.“