Dorf bekommt eine Menge „Kies“ aus dem Geldtopf des Bürgerbudgets in Dorsten

hzStadtteilkonferenz

Gleich sechs Projekte in Altendorf-Ulfkotte kriegen mehr Geld, als dem Dorf eigentlich zugestanden hätte. Es profitiert, weil andere Stadtteile ihr Bürgerbudget nicht ausgeschöpft haben.

Dorsten

, 24.11.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Letzten werden die Ersten sein. Zumindest gilt dieses Sprichwort im Falle des Bürgerbudgets, über das die jeweiligen Stadtteilkonferenzen in Dorsten entscheiden können. Da trotz eines „Jahresendspurts“ bei den Anträgen längst nicht alle Ortsteile ihr Budget für 2019 ausgeschöpft haben, bekommen die Altendorf-Ulfkotter weitaus mehr Zuschüsse, als ihnen laut Einwohnerschlüssel eigentlich zusteht. Es soll ja kein Geld verfallen.

Sechs Vorschläge aus dem Dorf gab es Donnerstag bei der vom Verein „Altendorf trifft sich“ organisierten Stadtteilkonferenz im diesmal nicht so gut wie sonst besuchten Foyer der Mehrzweckhalle. 1576 Euro hatten die Altendorf-Ulfkotter für 2019 noch im Topf, auf knapp 5600 Euro jedoch belief sich die förderfähige Gesamtsumme der sechs Anträge.

Verein übernimmt Eigenanteile

Nun kam dem Dorf die Tatsache zugute, dass ihre Stadtteilkonferenz die vorletzte des Jahres war. „Die restlichen 4000 Euro können wir deshalb aus dem Überschuss der von den anderen nicht abgerufenen Gelder bezahlen“, so Joachim Thiehoff vom städtischen Büro für Bürgerengagement, der den Topf verwaltet.

Eine weitere gute Nachricht für die Anwesenden hatte Baudezernent Holger Lohse parat. Vermutlich im Januar soll die erste Brückentafel an der Baustelle des Rapphoffs Mühlenbachs gesetzt werden, es dauert also nicht mehr allzu lange, bis die Sperrung der für das Dorf wichtigen Landstraße nach Marl wieder aufgehoben wird.

Folgende Projekte bekommen Geld, in fast allen Fällen übernimmt der Verein „Altendorf tritt sich“ den vorgeschriebenen Eigenanteil:

  • Die Nachbarschaft Lütkenbusch will mindestens 100 Nistkästen für Meisen anschaffen und an unterschiedlichen Stellen im Dorf aushängen, um dem Eichenprozessionsspinnerraupen-Problem besser Herr werden zu können. Auch Privateigentümer sollen davon profitieren, wenn noch ein paar Spenden mehr einlaufen.
  • Im Dorfpark von Altendorf-Ulfkotte soll die Beleuchtung verbessert werden, und zwar durch zwei Solarlaternen.
  • Der Spielplatz Tönsholt ist kürzlich mit einem Rutschenturm bestückt worden. Der teure Fallschutzsand soll nun durch Palisaden vor dem Wegwehen bewahrt werden.
  • Mit 2000 Euro die teuerste Anschaffung wird ein „Trimm-Dich-Gerät“, das vermutlich am Spielplatz am Lütkenbusch installiert wird.
  • Der einsam im Dorfpark stehende Stadtteil-Apfelbaum aus dem Stadtkrone-Projekt 2018 soll durch verschiedene weitere Obstbäume ergänzt werden.
  • Außerdem sollen im Dorf im nächsten Jahr Blumenzwiebeln gepflanzt, Insektenhotels aufgestellt und Blumenwiesen angelegt werden. Kosten: 900 Euro.
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