Anklage: Dorstener soll seine Verlobte vergewaltigt haben

hzLandgericht Bochum

Ein Mann aus Dorsten soll im Februar 2017 seine Verlobte vergewaltigt haben. Vor dem Bochumer Landgericht bestreitet der 29-Jährige eine Gewalttat vehement - er wittert eine gemeine Intrige.

Bochum/Dorsten

, 25.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Zweieinhalb Jahre nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung muss sich ein türkischstämmiger Mann aus Dorsten vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der Angeklagte ist sich keiner Schuld bewusst, spricht von einvernehmlichem Sex.

Laut Anklage kam es am 5. Februar 2017 in der damaligen Wohnung der Frau in Bochum zu einem sexuellen Übergriff. Der Dorstener, der seinerzeit noch in der Nähe in Herne lebte, soll seine Freundin damals laut Anklage „gegen ihren ausdrücklichen Protest“ zum Sex gezwungen haben. Für die junge Türkin war es der erste Geschlechtsverkehr.

Verlobungsfeier am Valentinstag

Die Frau hatte später zunächst Strafanzeige erstattet, diese dann wieder zurückgenommen, um sie kurz danach abermals in Kraft zu setzen. Am 14. Februar 2017 fand zunächst auch noch eine große Verlobungsfeier statt.

Der Angeklagte behauptet, dass die Frau ihrer Mutter wohl während der Feier anvertraut habe, dass sie bereits Sex mit dem Angeklagten gehabt habe. Im Nachhinein sei dann – quasi zur Rechtfertigung - plötzlich der Vergewaltigungs-Vorwurf erfunden worden.

Um die Unschuldbeteuerungen des Angeklagten zu überprüfen, wollen die Richter der 9. Strafkammer die Belastungszeugin auf Aussagetüchtigkeit und Glaubwürdigkeit überprüfen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Dorstener eine Mindest-Haftstrafe von zwei Jahren. Der Prozess wird fortgesetzt.

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