Grundschulen in Dorsten: Erstklässler füllen 28 Klassen - es könnte eng werden

hzAnmeldung zur Grundschule

638 Erstklässler besuchen im Sommer 2020 die Dorstener Grundschulen. Sechs potenzielle Schulanfänger sind noch nicht angemeldet. Die Antoniusschule hofft zumindest auf zwei.

Dorsten

, 05.12.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jedes Jahr werden die Anmeldungen zu den Dorstener Grundschulen mit Spannung von den Eltern erwartet. Wie voll wird die Klasse sein?, das ist eine Frage, die sich Väter und Mütter in Dorsten stellen.

Im Schuljahr 2019/2020 waren es in Dorsten 617 Schulanfänger. Sie besuchten 26 Klassen in den zehn Dorstener Grundschulen mit ihren drei Teilstandorten. Im Schnitt teilten sich zwischen 20 und 28 Kinder ein Klassenzimmer. In diesem Jahr könnten laut Statistik des Schulamtes zwischen 19 und 28 Kinder in einem Raum sitzen - je nach Schulstandort.

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Es besteht noch Luft nach oben. Denn: „Sechs Kinder können noch angemeldet werden, sodass 638 Kinder die Schulen besuchen und 28 statt 27 Klassen gebildet werden können“, erklärt das Schulamt in einer Vorlage für die kommende Schulausschusssitzung. Von der zusätzlichen Klasse würde die Antoniusschule in Holsterhausen profitieren. Sie hat zurzeit 55 Anmeldungen. Bekäme sie zwei weitere, würde sie drei statt zwei Eingangsklassen bilden können. Dann säßen statt rechnerischen 27,5 Köpfen in einem Klassenzimmer 19 in einem Raum.

Anmeldeverhalten der Eltern

Seitdem es keine Schulbezirke mehr gibt, ist das Anmeldeverhalten der Dorstener Eltern von verschiedenen Faktoren abhängig. Berufstätige sind interessiert an einem offenen Ganztagsplatz für ihre Kinder. Außerdem spielt auch der Trend im Kindergarten eine Rolle: Wo wird der Freund/die Freundin des Sohnes oder der Tochter angemeldet?

Noch vor dem offiziellen Anmeldeschluss am 15. November deutete sich an, dass noch Spielraum bei den Anmeldungen ist. Seinerzeit meldete das Schulamt, dass bei 35 Schulneulingen die Anmeldung ausstehe. Bei 29 Kindern ist das jetzt geschehen; darunter sind auch Kinder, die vorzeitig die Schule besuchen. Sie heißen im Verwaltungsdeutsch „Kann-Kinder“: Das sind die, die vorzeitig angemeldet werden und zum Stichtag noch keine sechs Jahre alt sind.

Klassenrichtzahl wird vom Gesetz bestimmt

Wie viele Kinder sich eine Klasse teilen (Klassenrichtzahl), wird übrigens nach einer Formel berechnet. Die gibt das Schulgesetz des Landes vor. Demnach dürfen bis zu 29 Kinder in einer Eingangsklasse sitzen, bei Schülerzahlen zwischen 30 bis 56 Kindern werden zwei Klassen gebildet, bei 57 bis 81 Kindern drei Klassen, ab 82 Kindern vier Klassen.

Die Agathaschule erreicht den Spitzenwert von 82 Kindern, bildet vier Klassen, die von rechnerisch 20,5 Kindern besucht werden. Mit 39 Kindern ist die Urbanusschule in Rhade fein raus: Sie bildet zwei Klassen mit rechnerisch 19,5 Kindern.

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