Antoniusschule in Dorsten soll eine Mensa bekommen

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Die OGS der Antoniusschule ist übervoll, die Küche stößt an ihre Grenzen. Die Stadt Dorsten sieht „akuten Handlungsbedarf“ und will für die Übermittagsbetreuung mehr Platz schaffen.

Dorsten

, 19.06.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Immer mehr Kinder wollen den Offenen Ganztag (OGS) an der Antoniusschule besuchen. Waren es im Schuljahr 2004/2005 noch 28 der 232 Kinder, sind es im Schuljahr 2018/2019 110 der 283 Kinder. Und es könnten noch mehr sein: 20 Kinder stehen derzeit auf der Warteliste, konnten aber aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazität nicht aufgenommen werden.

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Schülerzahlen weiter ansteigen werden - bis 2024/2025 auf 304 Schüler. Wenn es bald einen Rechtsanspruch auf den Besuch der OGS geben sollte, rechnet sie damit, dass von den 304 Schülern 228 den Ganztag besuchen werden.

„Akuter Handlungsbedarf“

Die Verwaltung sieht deswegen „akuten Handlungsbedarf“. Derzeit nutzt der Offene Ganztag drei Gruppenräume und zwei Klassenräume. Das System der multifunktionalen Nutzung von Räumen - morgens Klassenraum, nachmittags OGS - könnte ausgebaut werden.

Das Mittagessen mit so vielen Kindern stelle aber eigene Herausforderungen. Derzeit gibt es einen Küchen- und Speiseraum; tiefgekühlte Speisen werden von Küchenkräften erhitzt und an die Kinder verteilt. Sie essen in drei Schichten. Der benachbarte Gruppenraum wird als Speiseraum mitgenutzt, was „personell und organisatorisch schwer zu bewältigen“ sei. Die Küche stoße an ihre Grenzen, eine Veränderung des Küchen- und Essbereiches sei dringend erforderlich.

Mensa mit Sitzplätzen für 80 Teilnehmer pro Schicht

Die Idee: eine Mensa mit Sitzplätzen für 80 Teilnehmer pro Schicht. An den bisherigen OGS-Bereich soll zweigeschossig angebaut und im bisherigen Bereich umgebaut werden. Dann wäre Platz für die Mensa und die notwendigen Nebenräume. Die Speiseräume könnten zusätzlich für pädagogische Zwecke, für Pausenzeiten und sonstige schulische Veranstaltungen als „neue Mitte“ genutzt werden.

Die Kosten betragen nach ersten Schätzungen 2 Millionen Euro und sollen in den Haushaltsjahren 2020 bis 2022 bereitgestellt werden. Der Schulausschuss wird in seiner Sitzung am 26. Juni (Mittwoch) über die Vorlage der Verwaltung beraten. Der Haupt- und Finanzausschuss entscheidet im Juli.

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