Lernen auch in den Ferien: Außerschulische Bildungsangebote machen es möglich. © picture alliance/dpa
Bildungsförderung

Außerschulische Angebote: Lernen und Bewegung für Dorstener Schüler

Das Land NRW fördert in Corona-Zeiten außerschulische Bildungsangebote. Vier Maßnahmen wurden in Dorsten im vergangenen Jahr angeboten, auch 2021 soll es wieder Projekte geben.

Das Förderprogramm für außerschulische Bildungsangebote „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ setzt die Programme aus dem letzten Jahr fort. Danach kann beispielsweise in den Sommerferien, aber auch schon jetzt an Wochenenden oder unter der Woche nachmittags ein Förderangebot für Schülerinnen und Schüler aller Leistungsniveaus, aller Schulformen und aller Jahrgänge stattfinden. Ein Angebot muss mindestens sechs Stunden an einem Tag oder drei Stunden verteilt auf zwei Tage dauern. Stundenweise Nachhilfe wird also von diesem Programm nicht erfasst.

80 Prozent der Kosten werden gefördert

Die Angebote sind außerschulisch und freiwillig. Die Gruppengröße beträgt 8 bis 15 Teilnehmer. Die Angebote sind seit dem 1. März und noch bis zum 9. August 2021 möglich. Antragsteller können der Schulträger, in den meisten Fällen die Stadt Dorsten, oder auch anerkannte Träger der freien Jugendhilfe sein. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (Personal- und Sachausgaben) liegen bei 500 Euro pro Gruppe und Tag. Gefördert werden 80 Prozent dieser Kosten, also 400 Euro. Den Rest muss der Antragsteller als Eigenanteil aufbringen.

Drei Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Fußballfabrik

2020 wurden in Dorsten insgesamt vier Maßnahmen mit diesem Programm organisiert. Eine davon wurde in den Herbstferien an der Albert-Schweitzer-Schule durch Personal der Dorstener Arbeit durchgeführt. „Da wurde alles nachgeholt, was den Kindern in dieser Zeit fehlt: Zum einen ging es darum, die Zeit des Lernens auf Distanz aufzufangen und die Kinder zu unterrichten. In dem Rahmen wurde sich aber auch um Bewegung und das soziale Miteinander gekümmert“, berichtet Schulleiterin Melanie Frinken.

Zwei Maßnahmen über den OGS-Träger AWO fanden in Verbindung mit der Fußballfabrik Anderbrügge in den vergangenen Sommerferien an der Albert-Schweitzer- und der Agatha-Schule statt. Eine Einzelmaßnahme über AWO und Fußballfabrik wurde zusätzlich im November am Teilstandort der Agathaschule in Altendorf-Ulfkotte angeboten. Dabei stand vor allem der sportliche Aspekt im Vordergrund. „Bewegung, Spiel und Spaß: Die Kinder haben sich ausgepowert“, fasst Andrea Franke von der AWO die Inhalte zusammen.

Gespräche über neue Angebote laufen

Für die Umsetzung des Programms 2021 in Dorsten gibt es erste Gespräche. So hat die Stadt als Schulträger bereits mit der OGS-Koordination der AWO Kontakt aufgenommen, mit der Projekte in den Sommerferien durchgeführt werden könnten, dann wahrscheinlich wieder mit Partnern (wie in 2020 die Fußballfabrik).

Die AWO stünde auch als Anstellungsträger für Lehramtsanwärter oder pensionierte Pädagogen zur Verfügung, die in Abstimmung mit den Schulleitungen Förderprojekte organisieren könnten. „Mit anderen Trägern der Jugendhilfe bzw. von OGS-Angeboten sollen ebenfalls kurzfristig Gespräche geführt werden“, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

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