Der Anbau am Dorstener Bahnhofsgebäude ist verschwunden. © Michael Klein
Wir machen Mitte

Bagger leistet ganze Arbeit: Ein Teil des Bahnhofs Dorsten abgerissen

Für zehn Millionen Euro sollen der marode Bahnhof in Dorsten und sein Umfeld wieder zum Schmuckstück werden. Die Bauarbeiten begannen jedoch gleich mit einem Abriss.

Am Dorstener Bahnhofsgebäude geht der millionenschwere Umbau inzwischen zusehends voran. Im Inneren sind die Bauarbeiter mit der Schadstoffsanierung zu Gange, außen herum wird ausgeschachtet, es finden Putzarbeiten statt – und es hat einen Abriss gegeben, der das äußere Erscheinungsbild des Bahnhofs deutlich verändert hat.

Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet: Denn der Gebäudetrakt mit dem Schriftzug „Dorsten“, in dem vor der kompletten Stilllegung des Bauwerks zuletzt ein Billard-Club untergebracht war, ist in den vergangenen Tagen verschwunden. Im Gegensatz zu den anderen Gebäudeteilen des mehr als 100 Jahre alten Bauwerks stand er nicht unter Denkmalschutz und war auch nicht Bestandteil des Umnutzungskonzeptes zum „Bürgerbahnhof“ für Vereine und die „Dorstener Arbeit“.

Es finden auch Ausschachtungsarbeiten am Gebäude statt.
Es finden auch Ausschachtungsarbeiten am Gebäude statt. © Michael Klein © Michael Klein

Im Januar wurde damit begonnen, die neue Grün- und Wegeverbindung entlang der Bahntrasse herzustellen. Das Bau-Unternehmen hatte den Schotter im Gleisbett aufgenommen und mit dem Bodenaushub begonnen. Nach einer frostbedingten Pause sind die Arbeiten Richtung Feldhausener Straße gezogen.

Die Arbeiten an der Grün- und Wegeverbindung sind Richtung Süden gezogen.
Die Arbeiten an der Grün- und Wegeverbindung sind Richtung Süden gezogen. © Michael Klein © Michael Klein

Probleme hat es gegeben, weil Kampfmittel im Boden gefunden wurden. Seitdem arbeiten sich Mensch und Maschinen nicht mehr so tief im Boden voran und auch das Sieben und Aufarbeiten der Bodenmiete dauert länger (und wird teurer), weil auf Munitionsreste geachtet werden muss.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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