Bahn AG lässt sich auf Kompromiss zum Bahnübergang Burenkamp ein

hzBahnübergang Burenkamp

Heftig umstritten waren die Pläne der Bahn AG, den Bahnübergang Burenkamp in Dorsten-Wulfen zu schließen. Jetzt deutet alles auf ein gutes Ende für die Stadt und die Bürger hin.

Dorsten, Wulfen

, 27.11.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bahnübergang am Burenkamp in Wulfen ist eine Transitstrecke zwischen Deuten und Wulfen. Und wird von vielen Einheimischen als Abkürzung zwischen Bundesstraße 58 und Hervester Straße genutzt.

Im Juni 2019 dann die böse Überraschung: Die Deutsche Bahn Netz AG plante, den Bahnübergang für immer zu schließen. Aus Kostengründen. Und weil die Bahn „die Sicherheit erhöhen und den Lieferverkehr zu den anliegenden Firmen verbessern“ möchte.

Dagegen hatte sich scharfer Protest gerührt. Anwohner und Gewerbetreibende im Wulfener Gewerbegebiet waren gegen die Schließung, auch die Stadt und die städtische Wirtschaftsförderung Windor.

Kompromiss führte die Wende herbei

Bei einem internen Gespräch in der vergangenen Woche mit vielen Beteiligten lenkte die Bahn AG dann ein, nachdem sich die Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Köhl auf einen Kompromiss mit der Bahn verständigt hatten.

Laut Information von Max Schürmann, Anlieger des Burenkamp-Bahnübergangs, hätten die Firmen deutlich erklärt, „auf den Lkw-Querungsverkehr über die Bahnlinie in Richtung Gewerbegebiet Köhl verzichten zu wollen“. Daraufhin habe ein Vertreter der Bahn Netz AG gesagt, dass dann „der Antrag auf Schließung des Bahnübergangs Burenkamp bei der Bezirksregierung Münster zurückgezogen“ werde.

Fußgänger, Radfahrer und Pkw können queren

„Damit ist nun weitgehend sichergestellt, dass Fußgänger, Radfahrer und Pkw weiterhin zwischen dem Nahversorgungszentrum Brauturm und dem Gewerbegebiet die Bahnlinie überqueren können“, fasst Max Schürmann Gesprächsinhalte zusammen. Allerdings werde die Bahn jetzt auch den Antrag stellen, den Bahnübergang Burenkamp 40 Meter weiter nach Norden zu verlagern. Mit dem Einverständnis des Eisenbahnbundesamtes sei zu rechnen.

Damit kommt eine Variante ins Gespräch, die die Stadtverwaltung beim Tauziehen um den Bahnübergang von sich aus aufs Tapet gebracht hatte. Es handelt sich um eine Variante, die auch die Sicherheitsvorgaben des Eisenbahnbundesamtes erfüllen würde.

Schließung wäre rechtlich möglich gewesen

Im jüngsten Gespräch hatte der Vertreter der Bahn Netz AG aber noch einmal ausdrücklich betont, dass „eine Schließung des Bahnübergangs rechtlich durchaus möglich gewesen wäre und die Bezirksregierung der Bahn AG dies sogar nahegelegt habe“. „Er sagte aber auch, dass er die Interessen und Bedürfnisse der Wulfener Bevölkerung sehe, obwohl der Bahnübergang nun deutlich höhere Kosten verursache als die Schließung“, so Schürmann.

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