Industriegebiet

Nebelschwaden bringen in Dorsten Fehleinleitungen in Kanäle ans Licht

Künstlicher Nebel wird demnächst in öffentliche Schmutzwasserkanäle in einem Gewerbegebiet in Dorsten gefüllt. Damit will die Stadt Fehleinleitungen durch Regenwasser auf die Spur kommen.
Nebelschwaden
Nebelschwaden: Wie hier vor ein paar Monaten in Haltern könnte es kommende Woche auch bei der Dichtheitsprüfung in Industriegebiet Dorsten-Ost aussehen. © Maximilian Konrad (A)

Ungewöhnliche Nebelschwaden könnten in der kommenden Woche aus dem Untergrund im Industriegebiet Dorsten-Ost nach oben wabern. Sie werden aber nicht von einem grollenden Geist der Unterwelt ins Freie gepustet – sondern dienen vielmehr dazu, Fehleinleitungen in den Schmutzwasserkanälen auf die Spur zu kommen.

Im Industriegebiet betreibt das städtische Tiefbauamt ein Trennsystem. Das bedeutet, dass Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt abgeführt werden. Externe Abflussmessungen im Schmutzwassernetz haben ergeben, dass dort auch fälschlicherweise Regenwasser abgeleitet wird. „Das Einleiten von Regenwasser in den Schmutzwasserkanal ist nicht zulässig, verursacht hohe Kosten und muss daher abgestellt werden“, so die Stadt.

Aus diesem Grund wird das Tiefbauamt das Schmutzwassernetz ab dem kommenden Montag (15. August) tagsüber mit einem ungefährlichen Signalnebel tagsüber untersuchen. Dabei wird der Schmutzwasserkanal in der öffentlichen Straße mit künstlichem Nebel gefüllt.

Fünf Tage lang

Bei einem Fehlanschluss tritt dieser an einer unzulässigen Regenwassereinleitung aus und wird von einem von der Stadt Dorsten beauftragten Unternehmen dokumentiert. Die Arbeiten sollen etwa fünf Tage lang andauern. Die Eigentümer und Betreiber von Grundstücken im Industriepark Dorsten-Ost sind bereits über die Maßnahme informiert worden.

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