Baustart für das Selbstlernzentrum am St. Ursula-Gymnasium

DORSTEN Während Schüler und Lehrer ihre Sommerferien genießen, wird hinter der Pforte des St. Ursula Gymnasiums mächtig Staub aufgewirbelt: Die Bauarbeiten für das geplante Selbstlernzentrum sind lautstark angelaufen.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 10.07.2009, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als erste Maßnahme brach die Mauer zwischen Oberstufenbibliothek und dem angrenzenden Raum 126 im Erdgeschoss: "Das hat vielleicht Krach und Staub gegeben", eilte nicht nur Sr. Barbara aus ihrer Pforte herbei. Auch Schulleiter Alfons Dorenkamp, der die unterrichtsfreie Zeit für die Nachbereitung des abgelaufenen Schuljahres nutzt, verfolgte den Bauauftakt mit Interesse.

"Wir haben uns, auch auf Wunsch der Eltern, schon seit längerer Zeit Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Schülerinnen und Schüler gezielt an einen Ort führen können, an dem sie selbstständig forschen und arbeiten können", will die Schulleitung der sinkenden Frequenz der Schulbibliotheken mit einem attraktiven Konzept begegnen.

Computer-Plätze

Im Rahmen dieser Bemühungen wurde der Gedanke geboren, die kleinen, im Haus verstreuten Büchereien für Englisch, Deutsch und Französisch mit der Oberstufenbibliothek in einem erweiterten Raum zu einem Selbstlernzentrum zusammenzulegen.

"Der Durchbruch lässt schon das neue, großzügige Raumgefühl erahnen", besichtigt Alfons Dorenkamp die Baustelle. "An den Fenstern werden wir Zweiertische mit Laptop-Anschlüssen aufstellen, zur Mitte hin kann in größeren Gruppen gearbeitet werden, und in Art eines Rondells werden wir rund sechs bis acht Computerarbeitsplätze einrichten."

Beamer und Leinwand vervollständigen das zeitgemäße Equipment. Trotz aller moderner Technik wird natürlich auch die "Tintenwelt" im neuen Lernzentrum vertreten sein: "Den Buchbestand haben wir mit tatkräftiger Unterstützung der Neuntklässler noch in der letzten Schulwoche in einen Klassenraum ausgelagert", erzählt Dorenkamp. Zusätzliche Regale seien bereits vom Förderverein bewilligt: "Der unterstützt dieses Projekt ebenso wie der Verein zum Erhalt der St. Ursula Schulen." In den Schulpausen sei die Buchausleihe möglich. In puncto Personal hoffe man auch weiterhin auf die ehrenamtliche Hilfe der Eltern.

Mit Leben füllen

Geselle Christian Peuler trägt hoch oben auf dem Baugerüst den durchgequirlten Putzmörtel auf die Kanten des frisch geschlagenen Durchbruchs auf. "Bevor wir die Akustikdecke einziehen, müssen noch die notwendigen Leitungen gelegt werden", arbeitet sein Chef Hermann Buchholz Hand in Hand mit dem Elektrobetrieb Ambrozy zusammen.

Drei bis vier Wochen werden die Baumaßnahmen noch in Anspruch nehmen. Danach beginnt die Phase, die sicherlich weitaus mehr Zeit kosten wird: "Wir werden uns im Kollegium Gedanken über ein Konzept machen, wie wir das Selbstlernzentrum mit Leben füllen können", schweben dem Schulleiter schon einige Ideen im Kopf herum: "Wir könnten es in in die Unterrichtsarbeit einbinden, für Förderprojekte nutzen, vielleicht dort eine Lesenacht veranstalten . . ."

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