Gewalt auf Schulhöfen gab es schon immer - inzwischen wird aber auch viel digital gemobbt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Beim Mobbing an Schulen sind die Erwachsenen in der Pflicht

Die beste Präventionsarbeit gegen Mobbing nützt nichts, wenn Schulen Vorfälle nicht erkennen und benennen, meint unser Autor. Eltern müssen genau hinschauen - auch ins Handy ihrer Kinder.

Jeder weiß, dass es Mobbing gibt, weil die meisten auf die ein oder andere Art Erfahrung damit gemacht haben. Entweder wurden sie selbst gemobbt und wissen genau, was das anrichten kann – oder sie haben mitgemacht, wenn eine Gruppe sich mal wieder ein wehrloses Opfer ausgeguckt hat.

Es gibt wohl keine Schule, die sich ernsthaft von Mobbing-Vorfällen freisprechen kann. Das Problem ist lange bekannt und es ja auch nicht so, dass an den Schulen nichts getan wird. Da gibt es Sozialarbeiter, Vertrauenslehrer, Respekt-Trainer und Projektwochen. Die beste Präventionsarbeit hilft aber nichts, wenn Schulen das Problem nicht erkennen und auch benennen.

Offener Umgang kann Hemmungen abbauen

Ja, wir haben hier an unserer Schule ein Problem mit Mobbing! Das ist gefährlich und deshalb machen wir jetzt diese Aktionswoche: So könnte ein offener Umgang aussehen, der idealerweise auch Hemmungen bei Opfern abbaut, sich Hilfe zu holen.

Denn Mobbing zu erkennen, ist nicht einfacher geworden. Schon lange findet die Gewalt nicht mehr nur auf dem Schulhof statt. Mobbing ist ins Netz geschwappt. Die Täter haben mit Messengern und Sozialen Netzwerken weitere Werkzeuge bekommen. Deshalb sollten Eltern bis zu einem gewissen Alter auch genau kontrollieren, was auf dem Smartphone ihrer Kinder los ist. So können Betroffene identifiziert werden – und Täter auch.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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